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Der VfR Warbeyen hat derzeit einige Baustellen

Fußball : Die Baustellen des VfR Warbeyen

Seit der Rasenplatz umgepflügt wurde, ist beim VfR nichts mehr, wie es war. Bei der Jahreshauptversammlung wird jetzt darüber beraten, wie es weitergeht. Zudem muss ein Jubiläum vorbereitet und die Regionalliga-Lizenz beantragt werden.

Kämpferherzen nennt der VfR Warbeyen sein ehrgeiziges Projekt im Frauen- und Mädchenfußball. Der Name ist seit Wochen für den gesamten Verein Programm. Denn seit der Sportplatz des Klubs am zweiten Weihnachtstag umgepflügt wurde, ist nichts mehr, wie es war. Der VfR kämpft um seine Zukunft, kämpft darum, dass irgendwann einmal wieder Normalität im Sportbetrieb einkehrt. Doch der Weg bis dahin ist noch weit.

Ein erster Schritt soll am kommenden Freitag gemacht werden. Dann findet ab 19.30 Uhr die Jahreshauptversammlung des VfR im Vereinshaus, Duvenpoll 25, statt. Vorsitzender Christian Nitsch und seine Vorstandskollegen werden die Mitglieder dann darüber informieren, was eine Sanierung oder der Bau eines neuen Spielfeldes kosten würde. Genaue Zahlen konnte Nitsch am Dienstag noch nicht nennen. „Denn wir warten noch auf einen Kostenvoranschlag.“ Eines ist für den Klubchef aber klar. „Alleine wird der Verein das nicht schultern können.“

Die Entscheidung, wie es beim VfR weitergeht, wird am Freitag noch nicht fallen. Nitsch: „Wir werden den Mitgliedern erst einmal nur mitteilen, welche Alternativen wir haben.“ Konkrete Schritte müssten dann bei einer außerordentlichen Versammlung beschlossen werden. „Bis dahin werden wir noch eine Menge Arbeit haben und einige Gespräche führen müssen“, sagt Nitsch, der momentan viel Zeit ins Ehrenamt investieren muss. Schließlich feiert der VfR 2020 auch sein 75-jähriges Bestehen. „Die Vorbereitung des Jubiläums ist ebenfalls anspruchsvoll. Im Moment ist alles eine große Herausforderung“, sagt Nitsch.

Der Vorsitzende und Sven Rickes, Sportlicher Leiter des Projektes Kämpferherzen, sind da froh, dass sie unverändert auf die große Unterstützung der Nachbarvereine setzen können. Der 1. FC Kleve, der SSV Reichswalde, der BV Kellen und der SV Rindern helfen dabei, dass das Training fast im gewohnten Umfang über die Bühne gehen kann. Zudem hat die Stadt dem VfR das Gustav-Hoffmann-Stadion zur Verfügung gestellt. „Wir sind für diese Unterstützung dankbar“, so Rickes. Nichtsdestotrotz ist dies kein gleichwertiger Ersatz für eine eigene Sportstätte. „Das Wir-Gefühl im Verein geht verloren, weil sich auf unserer Anlage nichts mehr abspielt“, sagt Nitsch. Mittlerweile haben auch Maulwürfe damit begonnen, das umgepflügte Rasenfeld aufzuwühlen. „Die Natur hat sich den Platz zurückerobert“, sagt Rickes.

Der Sportliche Leiter ist auch auf einer anderen, durchaus erfreulichen Baustelle unterwegs. Der sportliche Höhenflug des jungen Frauen-Teams, das als Tabellendritter in der Niederrheinliga noch Aufstiegschancen besitzt, sorgt dafür. Der VfR stellt die Unterlagen zusammen, um beim Deutschen Fußball-Bund die Lizenz für die Regionalliga zu erhalten. Die verlangt der DFB von allen Vereinen, die den Sprung in die Klasse schaffen können. „Wir werden die Lizenz beantragen, was nicht heißen soll, dass der Aufstieg ein Muss für uns ist. Wir trauen ihn der jungen Mannschaft aber durchaus zu“, sagt Sven Rickes.