St. Tönis: Turnerschaft-Frauen verlieren gegen Fortuna Köln

Handball-Nordrheinliga : 26:27-Niederlage trotz guter Leistung

Die Frauen der Turnerschaft St. Tönis fanden in Köln kein Mittel gegen Fortuna Torjägerin Hannah Haase.

Wieder viel Lob für eine ansprechende Leistung erhalten, einem Top-Aufstiegskandidaten über 60 Minuten Paroli geboten, aber wieder keine eigenen Zähler auf dem Konto verbucht. Den Nordrheinliga-Frauen der Turnerschaft St. Tönis dürfte die Analyse des Auftritts beim SC Fortuna Köln noch aus der Vorwoche bekannt sein. Die Mannschaft von Trainerin Miriam Heinecke verlor in der Domstadt hauchdünn mit 26:27 (15:15).

Einen nicht ganz unerheblichen Unterschied zum vorherigen Heimspiel gegen Wülfrath machte die Übungsleiterin dennoch aus: „Gegen Wülfrath waren wir zwar absolut ebenbürtig, der Gegner in den entscheidenden Situationen aber reifer. Diesmal waren wir keinesfalls auch nur einen Deut schlechter, was die Niederlage unterm Strich noch ein wenig schmerzhafter macht.“ Von der ersten Sekunde an lieferten sich beide Teams einen unterhaltsamen Schlagabtausch, bei dem die Turnerschaft fast alles richtig machte. Nach vorne traten die Gäste variabel auf und erarbeiteten sich fleißig ihre Möglichkeiten, hinten vereitelte Torhüterin Annalena Bandur zahlreiche Großchancen. Zudem musste sich die Abwehr nur auf die Kölnerin Hannah Haase konzentrieren. Soweit die Theorie. In der Praxis trumpfte die mittlerweile beste Torschützin der gesamten Nordrheinliga groß auf und erzielte gegen St. Tönis insgesamt 17 Treffer. Was Turnerschaft auch versuchte, Haase war nicht zu bremsen. Nachdem die Kölnerinnen in der Schlußphase gerade im Begriff waren, sich leicht abzusetzen, unterstrich die Turnerschaft mit vier schnellen Treffern in Folge ihre tolle Moral (23:22). Die entscheidenden Momente verliefen dann endgültig unter dem Motto Haase gegen St. Tönis. Den erneuten 25:24-Führungstreffer durch Sandra Ewert konterte die Matchwinnerin mit drei Einschlägen, worauf die Gäste in den letzten zwei Minuten trotz Überzahl keine adäquate Antwort mehr hatten. „Das ist wirklich bitter, allerdings sollten wir nun nicht zu frustriert sein. Im letzten Jahr sind wir hier nach 40 Minuten eingebrochen und haben deutlich verloren. Die Leistung war diesmal durch die Bank sehr ordentlich“, resümierte Heinecke.

St. Tönis: Bandur – Brueggemann, Brüren (5), Beckers (2), Wolf (1), Vissers, Schleupen (4), Close, Topel (6), Ikeda (2), Ewert (6), Drenkers.