Turnerschaft St. Tönis bezwingt TV Vorst mit 32:28

Handball-Verbandsliga : Turnerschaft St. Tönis gewinnt Derby

Beim 32:28-Sieg gegen den TV Vorst fehlte allerdings lange Zeit das Feuer zwischen den beiden Lokalrivalen.

Die Turnerschaft St. Tönis regiert handballtechnisch in der Apfelstadt. Die Mannschaft von Trainer Zoran Cutura gewann das Stadtderby beim TV Vorst verdient mit 32:28 (16:12) und führt in der Gesamtwertung seit dem Aufstieg nun mit 2:1. Über weite Strecken dominierte die Turnerschaft das Spielgeschehen und hätte mit einer effizienteren Chancenverwertung geruhsame 60 Minuten verbringen können. Die jederzeit bemühten und nie aufgebenden Gastgeber suchten dagegen lange Zeit vergeblich nach einem gewinnbringenden Konzept in der Defensive.

Von Beginn an wirkten die Angriffsversuche der St. Töniser strukturierter und zielstrebiger, wenngleich sich dies zu Beginn nur bedingt im Ergebnis niederschlug. Vorst agierte früh mit einer Manndeckung gegen Kai Wingert, allerdings mit mäßigem Erfolg. Die Turnerschaft bewegte flüssig den Ball, bediente gut den Kreis oder feuerte dank der beiden auffälligen Aktivposten Matthias Löcher und Alexander Bruchhaus erfolgreich aus dem Rückraum. Demgegenüber verstrickten sich die Hausherren zu oft in Einzelaktionen, wodurch die St. Töniser Überlegenheit allmählich auch auf der Anzeigentafel abzulesen war (10:15). Nach dem Seitenwechsel war die Mannschaft von Trainer Dominique Junkers zwar um eine Antwort auf den Rückstand bemüht, es fehlte allerdings weiter die Durchschlagskraft. „Wir sind nicht gut in die Kreuzbewegungen gekommen und haben kaum aussichtsreiche Wurfpositionen kreiert“, stellte der Übungsleiter enttäuscht fest. Die Turnerschaft hingegen präsentierte sich in der Abwehr weiterhin konsequent. Insbesondere Florian Steffens und Niklas Nelsen blockten zahlreiche Abschlussversuche. 15 Minuten vor dem Ende schien die Partie mit 18:24 eigentlich entschieden zu sein, doch die fahrlässigen Gäste brachten noch einmal etwas Spannung ins Derby. Vorst verkürzte auf 25:28 und plötzlich kam das lange vermisste Feuer ins Lokalduell. Das letzte Aufbegehren stoppten die Gäste letztendlich jedoch ruhig und abgeklärt. „Die Leidenschaft zum Schluss hätte ich mir 60 Minuten gewünscht. Wir haben heute gerade defensiv alles ausprobiert, jedoch einfach keine gute Leistung abgerufen“, resümierte Junkers. Sein Gegenüber Cutura lobte indes das Durchhaltevermögen der Grün-Weißen: „Sie haben nie aufgegeben. Wir müssen zukünftig kaltschnäuziger unsere Möglichkeiten nutzen. Im Großen und Ganzen war es allerdings ein sehr ansprechender Auftritt.“

Mehr von RP ONLINE