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Marco Lufen startet bei größtem Surf-Event des Jahres

Surfen : Marco Lufen startet bei größtem Surf-Event des Jahres

Der Tönisvorster Profisurfer tritt ab Freitag beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup vor Sylt im Freestyle an.

Am Freitag, 28. September, beginnt der Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt und damit ein zehntägiger Ausnahmezustand auf Deutschlands nördlichster Insel. Beim Weltmeisterschafts-Finale in Westerland wartet auf die geschätzten 200.000 Besucher ein sportliches Feuerwerk, wenn die weltbesten Board-Künstler um den Sieg auf Sylt und die WM-Titel in den Disziplinen Waveriding, Freestyle, Slalom und Foil kämpfen. Die Veranstaltung ist das größte Windsurf-Event der Welt, und es wird bis zum 7. Oktober ausgetragen. Und einer der vielen Teilnehmer kommt aus St.Tönis: Marco Lufen.

Der 24-Jährige ist Freestyle-Windsurfer,und das sind die Jungs, die auf den Boards mit coolen Drehungen, Sprüngen und Rotationen das Publikum zu Begeisterungsstürmen bringen - vermutlich die optisch attraktivste Disziplin im Surfsport. „Eine Jury bewertet die Sprünge nach Ästhetik, Kraft, dem Schwierigkeitsgrad und der Optik. Für jedes der Manöver werden dann Punkte vergeben, und der mit den meisten Punkten gewinnt“, erläutert Marco Lufen die Wertungskriterien, die somit dem Eiskunstlaufen ähneln. Sieben Minuten hat er in einem Durchgang, „Heat“ genannt, Zeit, seine Künste zu präsentieren, bei Tempo 45 auf dem Wasser und mit Hilfe eines vier bis 5,2 Quadratmeter großen Segels, dessen Größe je nach Windstärke und Körpergewicht des Surfers variiert.

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Die Konkurrenz auf Sylt ist hoch für Marco Lufen. So haben die Top Fünf der Freestyle-Weltrangliste gemeldet, die der achtfachen Weltmeister in Freestyle, Jose Gollito Estredo aus Venezuela, anführt. Marco Lufen liegt derzeit auf dem geteilten 33. Platz in der Rangliste, könnte sich aber mit einem guten Ergebnis noch ordentlich nach oben katapultieren. „Das ist auch mein Ziel“, sagt Lufen, der in diesem Jahr noch den Sprung unter die Top 20 der Weltrangliste schaffen möchte. „Und das gerade in Deutschland zu schaffen, wäre natürlich besonders gut. Zumal auf Sylt die Kulisse gigantisch ist. Vor mehr als 200.000 Zuschauern zu starten, ist der Wahnsinn“, schwärmt der Tönisvorster.