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Herren 30 des TuS St. Hubert ziehen positive Bilanz

Tennis : Herren 30 des TuS St. Hubert ziehen positive Bilanz

Trotz des Abstiegs aus der Tennis-Bundesliga hat sich die Manschaft als krasser Außenseiter besser geschlagen als erwartet. Ob der TuS in der Regionalliga West antritt, steht noch nicht fest.

Als die Herren 30 des TuS St. Hubert in das Abenteuer Bundesliga starteten, setzte wohl kaum jemand einen Pfifferling auf den Neuling. Die Saison endete bekanntermaßen auch mit dem prophezeiten Abstieg, doch das Team um Spitzenspieler Kevin Deden konnte die höchste Klasse mit hoch erhobenem Haupt verlassen. Denn viel fehlte am Ende nicht, dem Wunder vom Aufstieg ein weiteres folgen zu lassen. Erst am letzten Spieltag war der Abstieg des personell unveränderten Aufstiegsteams im direkten Duell mit dem TKK Sachsenwald besiegelt. „Das war an Dramatik nicht zu überbieten“, erinnert sich Mannschaftsführer Bastian Cornelius an den entscheidenden Match-Tiebreak im Doppel, „letztlich lag es nur an zwei Punkten“.

Die Enttäuschung über den bitteren Saisonausgang ist mittlerweile etwas verflogen. In der Rückschau überwiegt der Stolz über das Geleistete. „Wir sind als krasser Außenseiter in die Saison gegangen. Auch wir haben uns gefragt, ob wir mithalten können oder nicht. Aber bis auf ein, zwei Ausreißer haben wir uns gut geschlagen und gemerkt, dass wir mithalten können“, blickt Cornelius zurück.

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Dass der Klassenerhalt nicht zustande kam, lag nicht nur an sportlichen Faktoren. So schleppte sich Jeroen van der Ven nach einer Corona-Infektion durch die Saison und Thomas Mühlinghaus laborierte an einer langwierigen Verletzung im Schlagarm. Dass finanziell besser gestellte Gegner personell anders handeln konnten, tat sein Übriges.

Für die Tennis-Abteilung des TuS mit ihren 245 Mitgliedern war die Bundesliga natürlich auch eine Herausforderung. Schon in den letzten Jahren gab es kontroverse Diskussionen, ob sich der kleine Verein Spitzentennis leisten kann. Abteilungsleiter Winand Lange zieht im Nachhinein ein positives Fazit dieser Saison: „Die Mannschaft hat ihren Aufwand erstattet bekommen und sonst alles Finanzielle selbst gestemmt. Was zum Großteil dem gut vernetzten Mannschaftsmitglied Frank Högel zu verdanken ist. Für den Verein war das ein Nullsummenspiel. Wir haben die Bundesliga-Saison mit ihren Anforderungen auch dazu genutzt über Zuschüsse und Eigenmittel in die Anlage zu investieren. Für die Zukunft sind wir sicher gut aufgestellt“. Lange räumte aber auch ein, dass die Entscheidung pro Spitzentennis Einschnitte bedeuteten: „Es war nicht für alle befriedigend. Zum Beispiel für unsere Gastronomie. Und es hat uns auch eine starke offene Herren gekostet. Es gab Veränderungen, die ich aber nicht negativ sehe. Denn sie haben uns als Verein auch geholfen. Wir betreiben nach wie vor Vereins- und keinen Profisport.. Der Mediziner wird mit seinem Vorstandteam bei den Wahlen im November nicht mehr antreten: „Es waren sechs Jahre gefüllt mit Arbeit“.

Für die Mannschaft, die Zuhause den zweitbesten Zuschauerzuspruch der Liga hatte, bleiben vorerst unvergessliche Momente. „Wir sind unglaublich dankbar. Das war ein tolles Erlebnis für uns vor dieser Kulisse. Und da gehst du als Verlierer vom Platz, bist abgestiegen, und die Zuschauer bilden ein Spalier und klatschen Beifall. Das werde ich nie vergessen“. Wie es weiter geht ist offen. Es gebe lose Gespräche und Signale, dass es weiter geht. Einfach werde es dann aber nicht. „Die Regionalliga West ist ein dickes Brett“.