Kamp-Lintfort: Kamper nacht mit einem Finale aus Licht und Lautstärke.

Klassische Musik mit Feuerwerk in Kamp-Lintfort : Die Kamper Nacht endet in einem Finale aus Licht und Lautstärke

Furiose Kamper Nacht – mit einem Gitarrentalent und großer Klassik.

Die Kamper Nacht ist ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt. Seit 2003 existiert das Konzert, das mit klassischer Musik und einem Feuerwerk die Besucher begeistert. Die Veranstaltung folgt einem Zwei-Jahres-Rhythmus, also gab es in diesem Jahr die neunte Ausgabe.

Lange vor Beginn des Bühnenprogramms waren viele Plätze im Terrassengarten am Kloster Kamp schon belegt. Die Gäste bringen sich ihre Speisen und Getränke mit. Ähnlich wie bei einem Picknick breiten sich die Besucher dann mit Tischen und Stühlen auf der Fläche aus. Viele treffen sich mit Freunden und finden sich dann in größeren Gruppen zusammen. Da muss man sich zuweilen etwas mit seinen Sitznachbarn arrangieren, da natürlich jeder einen guten Blick auf die Bühne haben will.

Um 18 Uhr begann das Programm traditionell mit den Schülerinnen und Schülern der Musikschule Kamp-Lintfort. Unter der Leitung von Musikschullehrer Guiseppe Mautone spielten sie Modernes wie „Chasing Cars“ von Coldplay und „Use Somebody“ von Kings of Leons. Auch ein buntes Filmmusikmedley, bei dem von Star Wars bis Herr der Ringe alles dabei war, gaben die Musikschüler zum Besten. Unterstützt wurde die Gruppe von Jan-Christopher Hessling, einem 16-jährigen Gitarrenspieler aus Kamp-Lintfort. Er ist Preisträger des „Bühne frei“ Wettbewerbs. Damit gewann er die Chance, im zweiten Teil des Programms der Kamper Nacht, mit den Niederrheinischen Sinfonikern aufzutreten. Zudem ist er Jungstudent beim Institut für Nachwuchsförderung an der Universität Folkwang. Zum Instrument kam er, als er vor neun Jahren auf einem Flohmarkt eine alte Gitarre entdeckte. Als die Sinfoniker später am Abend drei Stücke von Joaquin Rodrigo spielten, die wohl zu den bekanntesten klassischen Gitarrenkonzerten zählen, zeigte Hessling, was er kann.

Die Stücke der Niederrheinischen Sinfoniker unter Dirigent Mihkel Küston standen alle unter dem Motto „L‘Amour et la Musique“, übersetzt „Liebe und Musik“. Gespielt wurden Verdi und Bizet, aber auch Musik, die heute oftmals unbekannt ist, wie Daniel Aubers „Le Domino noir“. Die Solisten waren Sophie Witte, Valerie Eickhoff, Woongyi Lee und Rafael Bruck.

Der krönende Abschluss des Konzerts war ein Feuerwerk, das in diesem Jahr synchron zur zweiten Zugabe der Sinfoniker abgebrannt wurde.

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