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Heinrichstraße in Kamp-Lintfort: Grünes Licht vom Naturschutzbeirat

Baumfällung in Kamp-Lintfort : Naturschutzbeirat stimmt der städtischen Planung für die Heinrichstraße zu

Da die Lindenallee an der Heinrichstraße, die für die Umgestaltung der Straße weichen soll, im landesweiten Kataster für gesetzlich geschützte Alleen steht, hat die Stadt Kamp-Lintfort einen Befreiungsantrag bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellt. Am Montag tagte der Naturschutzbeirat.

Die Stadtverwaltung kann ihre Planungen für die Neugestaltung der Heinrichstraße in Kamp-Lintfort fortsetzen. Wie Dezernent Martin Notthoff am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, gab der Naturschutzbeirat des Kreises Wesel in seiner Sitzung am Montag grünes Licht für das Bauvorhaben, für das die Linden-Allee weichen muss (RP berichtete). Die Linden an der Heinrichstraße stehen im landesweiten Kataster für gesetzlich geschützte Alleen. Deshalb muss die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Wesel vor einer Fällung der Bäume gehört werden.

Vor der politischen Sommerpause hatte die Stadtverwaltung einen entsprechenden Befreiungsantrag gestellt. „Wir haben in der Sitzung des Naturschutzbeirates unsere Planungen vorgestellt und Bilder gezeigt. Es gab eine umfangreiche Diskussion“, berichtete Martin Notthoff aus der Sitzung. Bei dem Gremium handele es sich um einen Experten-Beirat, dem unterschiedliche Verbände angehörten. Dieser stimmte dem von der Stadtverwaltung gestellten Befreiungsantrag zu. „Es gab nur zwei Gegenstimmen bei 14 Ja-Stimmen“, sagte Notthoff und erklärte weiter, dass das Gremium der Verwaltung attestiert habe, eine vernünftige und zukunftsfähige Lösung für die Neugestaltung der Heinrichstraße entworfen zu haben.

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Dass für die Neugestaltung der Heinrichstraße die Linden gefällt werden müssen, hatte für großen Unmut in Kamp-Lintfort gesorgt. Viele Bürger machten sich dafür stark, dass die Bäume nicht der Baumaßnahme zum Opfer fallen. Die Stadt verfolgt das Ziel, die Heinrichstraße verkehrssicherer zu machen. Die Maßnahmen, die für eine Geschwindigkeitsreduzierung sorgen sollen, werden laut Notthoff abschnittsweise umgesetzt. Im Zuge der Baumaßnahme wird auch der Gehweg verbreitert. Als Ersatz werden Amber-Bäume gepflanzt.