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Kaarst: Raymund Bialkowski kämpft weiter für seinen Bürgerpark Büttgen

Frische Luft in Kaarst : Büttgener kämpft für Bürgerpark

Die Bewohner des Ortsteiles Büttgen staunten am Wochenende nicht schlecht, als sie ihre Briefkästen geleert haben. Darin fanden viele Post von Raymund Bialkowski. Dieser hat Handzettel verteilt, um Unterschriften für einen Bürgerpark an der Birkhofstraße zu sammeln.

„Ich mache das nicht für mich, sondern für unsere Kinder und Jugendlichen“, sagt Bialkowski unserer Redaktion. Zur Erinnerung: Bialkowski hat nach einem Zeitungsbericht über 120 geplante Wohneinheiten an der Birkhofstraße die Idee gehabt, an dieser Stelle einen Bürgerpark errichten zu lassen. Dieser soll ein Ärztehaus, eine Kindertagesstätte und einen öffentlichen Spielplatz umfassen, im Westen könne nach den Vorstellungen Bialkowskis ein Wohnhaus für mehrere Generationen oder für Sozialwohnungen entstehen. Der Rest des Parks besteht aus Bäumen, Sträuchern, einer Streuobstwiese und einer Wildblumenwiese sowie einem sozialen Treffpunkt im „Rosengarten“.

Mit diesem Bürgerpark will Bialkowski sicherstellen, dass auch die weiteren Generationen genug Luft zum atmen haben. Die Resonanz sei bislang sehr gut, wie der Senior auf Nachfrage bestätigt. Vor allem viele Frauen hätten sich bei ihm gemeldet und unterstützen sein Vorhaben. „Manche fragen mich, wieso ich mir die Mühe mache und mich so da reinhänge. Ich fühle mich den Jugendlichen gegenüber verpflichtet. Wenn ich sehe, wie viele Jugendliche freitags auf die Straße gehen und gegen den Klimawandel protestieren, denke ich, dass ich mit meinem Anliegen nicht so falsch liege“, sagt Bialkowski. Er müsse allerdings noch abwarten, wie viele Unterschriften zusammenkommen. Rund 300 braucht er alleine in Büttgen, um einen Schritt weiterzukommen.

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Die Stadtverwaltung bleibt bei ihrer Aussage, dass der Bürgerpark wenig Aussicht auf Erfolg hat. Stadtsprecher Peter Böttner erklärte, dass seine Worte aus dem Januar immer noch Bestand haben würden. Damals sagte er: „Die Stadt hat an der Birkhofstraße zentrale Flächen erworben, um dort öffentliche Bedarfe zu befriedigen. In Büttgen ist die Nachfrage nach Wohnraum groß. Büttgen benötigt eine neue Kita, Ärzte und eine Antwort auf den Wunsch nach generationsübergreifenden Wohnkonzepten.“ Doch Raymund Bialkowski kämpft weiterhin für gute Luft in Büttgen. Und wenn es nichts wird mit dem Bürgerpark? „Dann kann ich zumindest in meinen Sarg fallen und sagen, dass ich etwas getan habe“, meint er.