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Kaarst: Dritter Ostermarkt in Büttgen

Kaarst : Dritter Ostermarkt in Büttgen

Die ersten Besucher des 3. Büttgener Ostermarktes kamen gestern noch in Polohemd und kurzer Hose. Aber bereits gegen Mittag setzte Dauerregen ein. Das war jedoch kein Grund, schnell wieder nach Hause zu gehen: Die Büttgener Handwerker präsentierten sich in einem 200 Quadratmeter großen Zelt, und Sandra Oleimeulen (20) und Melanie Krönke (19) bastelten mit Kindern Osterhasen aus Pappe – sie taten dies ebenfalls unter einem schützenden Zeltdach. Die Interessengemeinschaft Büttgen hatte sich etwas Neues einfallen lassen: Die Handwerker, die bislang im Rahmen des Drehorgelfestes im Herbst auf sich aufmerksam machen, waren erstmals auf dem Ostermarkt präsent. Der Vorsitzende der IG Büttgen, Peter Wellen, nannte den Grund für diese Änderung: "Im Frühjahr planen die Leute eher, etwas an ihrem Haus zu tun als im Herbst." Zimmermann Johannes Schmitz machte in entsprechender Kluft deutlich, dass nicht nur Dachstühle sein Metier sind: "Sehr beliebt sind zurzeit Terrassenböden aus Bankirai-Holz aus kontrolliertem Anbau." Malermeister Josef Hoster hatte dazu beigetragen, dass die Erwachsenen sich in Ruhe informieren konnten, indem er auf rund 20 Quadratmetern eine Modellbahn in österlich geschmücktem Umfeld aufgebaut hatte. Draußen drehte die "Flotte Rosi" ihre Runden, Frank Thönnessen mimte den Lokomotivführer.

Der Ostermarkt war eine Fundgrube für Dekoratives rund ums Osterfest. Handbemalte Holzeier, aber auch umhäkelte Eier aus Weißrussland gab es am Stand der Ökumenischen Tschernobyl-Hilfe, die stellvertretende Vorsitzende Marianne Ramel war mit der Resonanz zufrieden. Wachteleier bemalt und kleine Muster ausgestanzt hatte Margarete Rudschützky aus Düsseldorf. Dem Regen konnten die Besucher auch dadurch entgehen, dass sie sich in den Geschäften umschauten; einige lockten mit Ostermarkt-Rabatten.

(NGZ)