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Kaarst: Kaarster putzen ihre Stadt

Kaarst : Kaarster putzen ihre Stadt

Für den 9. April laden die Schützenbruderschaften in Kooperation mit der Stadt zum 12. Drei-Besen-Tag ein. Alle Bürger sind aufgerufen, sich an der Müll-Sammelaktion zu beteiligen.

Am Samstag, 9. April, sind helfende Hände gefragt. Ab 10 Uhr sind alle Kaarster Bürger aufgefordert, beim Drei-Besen-Tag Müll zu sammeln und Dreck-Ecken zu beseitigen. Die Schützenbruderschaften haben den Drei-Besen-Tag im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Doch auch die Kaarster Stadtverwaltung beteiligt sich federführend an der großen Reinemache-Aktion, Schirmherr ist seit Beginn Bürgermeister Franz-Josef Moormann.

Im vergangenen Jahr haben die Kaarster 36 Kubikmeter Müll gesammelt", berichtete Heinz Kiefer, Leiter des Baubetriebshofes. Sechs Mitarbeiter und bis zu sechs Fahrzeuge werden im Einsatz sein, um die Müllsammler zu unterstützen. "Auch für uns ist der Drei-Besen-Tag eine tolle Veranstaltung, denn wir erkennen, dass es ein Gemeinschaftsprojekt ist, die Stadt sauber zu halten."

Bislang stehen 665 Helfer auf der Teilnehmerliste, darunter zahlreiche Schulklassen, Vereine, Gruppen oder Einzelpersonen. Für die Organisatoren ist es wichtig, dass sie vorher die Zahl der Helfer wissen, um disponieren zu können. "Doch erfahrungsgemäß kommen immer auch viele am Drei-Besen-Tag ganz spontan, um zu helfen", weiß Peter Becker, für die Kaarster St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft seit Anfang des Saubertages im Einsatz. Einziger Wermutstropfen für ihn: "Die Beteiligung der Schützen wird immer weniger. Autoreifen, ausgediente Kühlschränke, Verpackungsreste – es ist schon erstaunlich, was einige Zeitgenossen rücksichtslos in die Gegend werfen. Kein Wunder, dass sich Bewohner aller Ortsteile immer wieder über Dreckecken beklagen – wir wollen zeigen, dass wir als Schützen getreu ,Glaube, Sitte, Heimat' für unsere Stadt einstehen."

Auch der erzieherische Wert des Drei-Besen-Tages ist groß. "Es ist wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln: Schon ein Kaugummipapier auf den Boden zu werfen, ist Umweltverschmutzung", sagt Becker. Die Verwaltung hat einen Stadtplan erarbeitet, auf dem die schlimmsten Dreckecken eingetragen sind. Auf den ersten Blick ist es erstaunlich, dass auch in abgelegenen Ecken wie zum Beispiel an der Langen Hecke viel Abfall entsorgt wird. Die ehrenamtlichen Helfer werden nach getaner Arbeit zur Stärkung eingeladen: Erfahrungsgemäß ist der Drei-Besen-Tag spätestens um 12 Uhr zu Ende. Dann warten am Baubetriebshof belegte Brötchen und Getränke auf die Helfer. "Dann werden auch die Orden verliehen, die jedes Jahr ein wenig anders aussehen", sagt Becker. "Besonders die Kinder tragen die Plaketten mit Stolz."

(NGZ)