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Kaarst: Rote Karte für den Schulausschuss

Kaarst : Rote Karte für den Schulausschuss

Mit neun Ja- und sechs Neinstimmen hat der Schulausschuss gestern Abend in geheimer Abstimmung dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zugestimmt, die Grundschule Stakerseite spätestens zum Schuljahr 2014/2015 an die Bussardstraße zu verlegen. Das leerstehende Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule soll ausgebaut werden. Viele Eltern, vornehmlich der Stakerseite-Grundschüler, halten diese Entscheidung für falsch und einen Neubau an der Pestalozzistraße für langfristig sinnvoller. Deshalb zeigten sie dem Ausschuss symbolisch die rote Karte.

Es war ein bisschen wie im Theater gestern Abend im rappelvollen Ratssaal. Es wurde gelacht, applaudiert und hier und da sogar mit den Füßen getrampelt. Dabei ging es um eine ernste Sache. Das "Stück", also die Diskussion um den künftigen Standort der Grundschule Stakerseite, war kein neues, dauerte zwei Stunden und endete mit einer Enttäuschung für die meisten der rund 70 Zuschauer. Das Ergebnis war wohlgemerkt abzusehen.

Wie die "Opposition" hatte die Elterninitiative Stakerseite zwar gehofft, die von Inge Kamp (UWG) beantragte geheime Abstimmung werde einzelne CDU- und FDP-Fraktionsmitglieder zu einer Stimmabgabe "pro Stakerseite" bewegen. Am Ende unterwarfen sich dann aber offenbar doch alle der sogenannten Fraktionsdisziplin. Der Schulausschuss hat 15 Mitglieder: sieben von der CDU, zwei von der FDP.

(NGZ)