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Kaarst: Büttgen: Schulneubau mit Extras

Kaarst : Büttgen: Schulneubau mit Extras

Die Arbeiten auf dem Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße sind in vollem Gange. Insgesamt werden am Standort rund 3,25 Millionen Euro investiert. Für den Ganztagsbetrieb erhalten die Kinder ein neues Gebäude mit vielen Besonderheiten.

Immer wieder wird Manfred Meuter, Technischer Beigeordneter im Rathaus, dieser Tage gefragt, ob denn die Arbeiten auf dem Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße nicht vorankämen. "Dieser Eindruck trügt, wir liegen im Zeitplan", sagt Meuter und weist auf folgendes Problem hin: "Die Arbeiten müssen erledigt werden, ohne den Schulbetrieb allzu sehr zu beeinträchtigen."

Jetzt, in den Ferien, geben die Handwerker noch mal so richtig Gas. Insgesamt werden am Schulstandort rund 3,25 Millionen Euro investiert. Architekt Jakob Post ist zufrieden damit, wie es bisher gelaufen ist. "Die Turnhalle", sagt er, "hat nahezu Neubauzustand." Neue Schwingböden, eine neue Wärmedecke, neue sanitäre Einrichtungen — lediglich die antiquiert wirkenden Holzverkleidungen erinnern an die frühen 1970er Jahre.

Insgesamt wurden rund 600 000 Euro in die Turnhallensanierung gesteckt. Der Neubau des Ogata-Bereichs macht ebenfalls Fortschritte: Der Rohbau ist so gut wie fertig, der Innenausbau soll rechtzeitig nach den Sommerferien fertig sein. Während an anderen Schulen im Wesentlichen leerstehende Klassenräume umfunktioniert werden, erhalten die Grundschulkinder in Büttgen einen Neubau mit vielen pfiffigen Ideen — im Passivhaus-Standard. Eine kleine Galerie mit Schulbibliothek, einen Raum zum Toben, einen hallenartigen Mehrzweckraum: So etwas gibt es an anderen Schulen nicht. Leerstehende Klassenräume konnten an der Lichtenvoorder Straße nicht genutzt werden, weil der Schulstandort Olympiastraße mit den Sommerferien aufgegeben wird. Dann stehen dort 6800 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Über die genaue Nutzung wird in Kürze entschieden. Auch der bestehende Schulbau an der Lichtenvoorder Straße wurde in Schuss gebracht, wie neue Toilettenanlagen beweisen. Meuter geht schon deshalb von enormen künftigen Energieeinsparungen aus, weil an der Lichtenvoorder Straße für beide Schulen insgesamt 40 Prozent weniger Nutzfläche zur Verfügung stehen werden als derzeit an beiden Büttgener Grundschulen zusammen. Auch an dieser Stelle macht sich also der Rückgang der Schülerzahlen bemerkbar.

Projektingenieurin Nicole Faller freut sich, dass die Arbeiten nicht nur im Zeit-, sondern auch im Kostenrahmen liegen. Für die Kinder steht auch im kommenden Schuljahr genügend Schulhoffläche zur Verfügung. Das liegt daran, dass die Grundschule Lichtenvoorder Straße über ein Areal von 16 500 Quadratmetern verfügt. Eine Schule dieser Größe muss normalerweise mit weniger als der Hälfte an Platz auskommen.

(NGZ)