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Kaarst: Zwei Standorte für Kita-Bau

Kaarst : Zwei Standorte für Kita-Bau

Die Stadtverwaltung informierte die Eltern der Kindertagesstätten in Büttgen über die Möglichkeiten für den Neubau der städtischen Kita. Zum Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße gibt es nur eine Alternative.

Die städtische Kindertagesstätte an der Kölner Straße ist zu klein für ihre zukünftigen Herausforderungen wie die U3-Betreuung. Ein Ausbau ist nicht möglich, ein neuer Platz muss her. Die Stadt favorisiert das Gelände der Grundschule Lichtenvoorder Straße. Doch unter Bürgern und Betroffenen sind viele Fragen offen. Deshalb wurden nun in einem ersten Schritt die Eltern der städtischen wie auch der Kindertagesstätte St. Aldegundis informiert.

Ute Schnur, Bereichsleiterin für Jugend und Familie im Jugendamt, warb für die räumliche Nähe zwischen Kindergarten und Grundschule. Die katholische Kindertagesstätte solle dabei stets berücksichtigt werden. Die Eltern stellten den Wert des Konzepts auch nicht in Frage. Drei zentrale Themen wurden aber besonders unterstrichen.

Bauliche Umsetzung Im April soll ein Architekt mit der Prüfung beauftragt werden, ob an der Lichtenvoorder Straße ein Kindergarten eingerichtet werden kann. "Für einen Kindergarten mit vier Gruppen und Außengelände benötigen wir großzügig 2500 Quadratmeter", sagte der Erste Beigeordnete Heinz Dieter Vogt. Insgesamt bietet das Grundstück 16 000 Quadratmeter. "Das Schulgebäude, die Sporthalle und der Allwetterplatz bleiben bestehen", erklärte der Technische Beigeordnete Manfred Meuter. Die Eltern betonten, dass der gut frequentierte Spielplatz mit in der Planung berücksichtigt werden müsse und nicht wegfallen dürfe. Zudem müsste das Kindergartengelände so angelegt sein, dass spielende Kinder im Sandkasten nicht die Schüler beim Unterricht ablenken.

Alternative Standorte Bei Baukosten von 1,5 Millionen Euro und weiterem Geld für die Ausstattung möchte die Stadt ein eigenes Grundstück nutzen. Im Süden Büttgens gibt es zwar ein Gelände an der Pampusschule, aber das ist zu klein, und den Parkplatz neben der ehemaligen Post "brauchen wir in Zukunft aber verstärkt beim Ausbau der Nahversorgung", sagte Meuter. Einzige mögliche Alternative ohne nötige Prüfung sei das Grundstück der Grundschule Römerstraße.

Zeitplan Im September soll die Entwurfsplanung mit Kostenschätzung stehen, Mitte 2012 die Aufträge vergeben werden. Bei einer Bauzeit von 15 Monaten kann Ende 2013 eröffnet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt zahlt das Land auch nur Fördergelder für den U3-Ausbau.

"An diesem Termin darf das Land nicht stur festhalten. Wir warten seit eineinhalb Jahren auf Antragsbewilligungen", sagte Vogt. Eine Befürchtung der Eltern räumte er bedingungslos aus: Die Kita Kölner Straße wird nicht geschlossen, ehe ein Neubau fertiggestellt ist.

(NGZ)