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Kaarst: Wo Kaarst ganz still ist

Kaarst : Wo Kaarst ganz still ist

Heute ist der "Tag gegen den Lärm". Die Deutsche Gesellschaft für Akustik will damit die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Die NGZ hat im fluglärmgeplagten Kaarst nach Orten der Ruhe gesucht – und sie gefunden.

Heute ist der "Tag gegen den Lärm". Die Deutsche Gesellschaft für Akustik will damit die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Die NGZ hat im fluglärmgeplagten Kaarst nach Orten der Ruhe gesucht — und sie gefunden.

Er findet seit 1998 statt und soll auf die Ursachen und Auswirkungen von Lärms aufmerksam machen: der Tag gegen Lärm. Die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA) stellt den Aktionstag in diesem Jahr unter das Motto "Lärm trennt". Lärm trennt Verursacher und Empfänger in vielen Bereichen und trägt nachhaltig zur Reduzierung von Lebensqualität bei. Straßenverkehr, Baustellen, Flugzeuge und Eisenbahnen, spielende Kinder oder laute Nachbarn — es gibt viele Lärmquellen, die jeder unterschiedlich wahrnimmt und als belastend empfindet. Die DEGA weist beim Tag gegen Lärm allerdings nicht allein auf die allgemeine Belästigung einer zu hohen Geräuschkulisse hin, sondern auch auf gesundheitliche und soziale Folgen. Andauernder Lärm trägt zum Verlust der Hörfähigkeit bei.

Hörschäden bei Jugendlichen

Wie schnell es zu Hörschwächen kommen kann, zeigt ein Vergleich zum sorglosen Musikkonsum, den die DEGA aufstellt: Die Nutzung von MP3-Playern mit durchschnittlicher Lautstärke an nur vier Stunden in der Woche entspricht der wöchentlichen Lärmbelastung an einem Arbeitsplatz, an dem Hörschutz vorgeschrieben ist. Immer mehr Jugendliche weisen deshalb bereits Hörschäden auf. Um im physischen wie psychischen Gleichgewicht zu bleiben, sollte man regelmäßig dem Alltag zumindest für einen Moment entfliehen. Dabei findet sich die Ruhe nicht nur, wenn zu Hause Fenster und Türen geschlossen werden. Ganz in der Nähe gibt es immer Plätze zur Besinnung.

(NGZ)