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Jüchen: Die Aufträge für die neue Feuerwache in Hochneukirch werden jetzt ausgeschrieben

Jüchen-Hochneukirch : Baukommission für neue Feuerwache

Die neue Feuerwache soll in Hochneukirch auf einem freien Grundstück neben dem Aldi-Markt, das in Besitz der Gemeinde ist, gebaut werden. Nach derzeitiger Kostenrechnung wird der Bau 3.850.000 Euro kosten.

„Wir können Kindergarten!“, verkündete Dezernent Oswald Duda stolz und froh im Bauausschuss und lobte damit in Abwesenheit Wolfgang Klasen aus dem Amt für Gebäudewirtschaft. Der hatte nämlich nicht nur den Bau der neuen Kita-Gruppe in Priesterath, sondern auch den kompletten Kindergarten-Neubau in Otzenrath beaufsichtigt und geleitet. „Und beide Baumaßnahmen sind pünktlich fertig geworden“, betonte Duda.

Nun soll Jüchen auch eine neue Feuerwache „können“. Die Weichen dafür stellte der Bauausschuss, indem er eine Kommission aufstellte, die ebenso wie bei der Dreifachsporthalle in Gierath den Neubau nun begleiten soll. Vertreter aus den Fraktionen und natürlich von der Feuerwehr und aus der Gemeindeverwaltung sollen unter Vorsitz von Ralf Cremers (CDU), der auch bereits die Kommission für die Sporthalle geleitet hatte, das Begleitgremium bilden.

Die neue Feuerwache soll in Hochneukirch auf einem freien Grundstück neben dem Aldi-Markt, das in Besitz der Gemeinde ist, gebaut werden. Nach derzeitiger Kostenrechnung wird von einer Investition von 3.850.000 Euro ausgegangen. Die Feuerwehr Hochneukirch „platzt“ in der alten Wache, die noch aus dem Jahr 1959 stammt, längst aus allen Nähten. Dort fehlt es an allem: an Raum für Übungen ebenso wie an Sanitär- und Umkleideeinrichtungen für Frauen, die immer mehr in die Wehr nachrücken, sowie auch an Platz für die Fahrzeuge. Zudem ist die Ein- und Ausfahrtsituation der alten Wache in der engen Nebenstraße des Adenauer-Platzes alles andere als optimal.

Von der neuen Feuerwache aus können die Einsatzfahrzeuge problemlos auf den Nordring einbiegen. Vorgesehen sind dort vorausschauend bereits sechs Stellplätze für Feuerwehrwagen, wobei allerdings zunächst nur drei belegt werden: zwei von den bereits vorhandenen Fahrzeugen, und der dritte Platz ist für das zusätzliche Fahrzeug vorgesehen, das hinzu kommt, weil die Löschgruppe Hochneukirch jetzt auch für die neue Autobahn 44 zuständig ist.

Aktuell hat die Gemeinde bereits mit den Verfahren begonnen, den Bebauungpslan aufzustellen und den Flächennutzungsplan für das Grundstück Am Regiopark ändern zu lassen. Parallel dazu sollen jetzt außerdem die Ausschreibungen für die neue Feuerwache beginnen. Vor der Angebotsabfrage an die Architektur- und Ingenieurbüros wird die Gemeinde die Bieter aber auffordern, einen sogenannten Eignungsnachweis vorzulegen, wie der Bauausschuss jetzt informiert wurde. Die Kriterien für diesen Eignungsnachweis legt die Gemeinde ebenfalls fest. So müssen die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung, die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit anhand des Jahresumsatzes ebenso nachgewiesen werden, wie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit, zu der Referenzen beigebracht werden sollen. Auch fordert die Gemeinde Jüchen von den Bietern bei der Ausschreibung den Nachweis, dass sie in den vergangenen zehn Jahren schon einmal ein Feuerwehrgerätehaus geplant haben. „Die Messlatte ist hoch“, sagte Oswald Duda zu den Kriterien und dem Anspruch, dass auch die neue Feuerwache in dem vorgegebenen Kosten- und Zeitrahmen erstellt werden soll.

Die Ausschreibungen richten sich laut Duda an Spezialisten, aber auch an Jüchener Architekten, falls auch diese die Kriterien erfüllen. Auf Anregung von Ralf Cremers sollen mit der Architekten-Ausschreibung möglichst parallel die Sanitär-, Heizungs-, Elektro- und Außenarbeiten vergeben werden. So sollen die Abläufe in der Bauphase besser koordiniert werden. Diese Verfahren habe sich bei der Dreifachsporthalle in Gierath bewährt.