Hochneukirch: Der Rat gibt grünes Licht für den Bau der neuen Feuerwache in Hochneukirch

Gemeinde Jüchen investiert : Neue Feuerwache für vier Millionen Euro

An der Adresse Zum Regiopark soll eine Wache für den Löschzug Hochneukirch gebaut werden Spatenstich könnte schon 2019 sein.

Schon fast museumsreif ist die alte Feuerwache in Hochneukirch. Sie stammt aus dem Jahr 1956 - und platzt aus allen Nähten, wie Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels weiß: „Der Löschzug Hochneukirch ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. 2012 waren es noch 24 Aktive, jetzt sind es 52, und fünf davon sind Frauen“, freut sich Abels auch darüber, dass nun endlich eine neue und vor allem auch technisch hochmoderne Feuerwache für diesen aufstrebenden Löschzug gebaut wird. Denn der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause grünes Licht für den Bau der Feuerwache gegeben, die für etwa vier Millionen Euro errichtet werden soll.

Nachdem vier potenzielle Standorte in Hochneukirch geprüft worden sind, hat sich der Rat für das Grundstück neben dem Aldi-Markt in Hochneukirch an der Straße Zum Regiopark entschieden. Dafür werden jetzt das Planrecht geschaffen und der Bebauungsplan aufgestellt: Laut Bürgermeister Harald Zillikens dauern solche Verfahren in der Regel ein Jahr. „Wir beauftragen aber parallel bereits einen Architekten mit der Planung der Feuerwache. Und wir bilden, genauso wie wir es bei der Dreifachsporthalle in Gierath getan haben, einen gemischten Arbeitskreis für die Feuerwache mit Vertretern der Feuerwehr und aus der Politik“, kündigt er an.

Überraschungen und damit Bauverzögerungen für die neue Feuerwache können laut Zillikens allerdings noch im Boden in Form von archäologischen Funden oder möglichen Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg stecken: „Das nur 300 Meter entfernte Baugrundstück musste zuerst die Bodendenkmalpflege untersuchen. Und in der Nähe der Eisenbahn findet man heute oft noch Kampfmittel“, weiß Zillikens. Er und vor allem auch der Feuerwehrchef hoffen allerdings, dass möglichst schon Ende 2019, spätestens aber Anfang 2020 der erste Spatenstich für die Feuerwache erfolgen kann.

Für den Siedlungsschwerpunkt Hochneukirch, den die Gemeinde ganz bewusst mit neuen Wohngebieten entwickelt, sei die neue Feuerwache wichtig, aber auch für den Löschzug selbst, wie Abels betont: „Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist Motivation alles. Und mit der Investition in eine neue Wache soll den Feuerwehrleuten auch Wertschätzung entgegen gebracht werden.“

Einen zweistöckigen, funktionalen, durchaus optisch-ansprechenden modernen Baukörper stellt sich Zillikens für die Feuerwache vor, deren Fahrzeugpark möglichst durch eine offene Fenstertürenfront von der Straße aus zu sehen sein soll. Der Architektenentwurf müsse auf jeden Fall berücksichtigen, dass die neue Feuerwache an einer städtebaulich exponierten Stelle stehen werde, gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Im zweiten Stock soll es einen großen Übungsraum geben: „Der ist besonders wichtig, um auch wirklich alle Aktiven versammeln zu können“, sagt Abels. Und natürlich werde in der neuen Wache auch endlich genug Platz sein, um die dringend benötigten Umkleiden und Sanitärbereiche für die Frauen in der Feuerwehr einzurichten.

Was dann in der neuen Feuerwache an technischen Neuerungen in Form von einer Notstromversorgung und einer Absauganlage für Diesel eingeführt werden soll, sei später auch als Nachrüstmaßnahmen für die anderen Feuerwachen geplant, berichtet Abels. Die Notstromversorgung sei allerdings ganz neu erst mit der allgemeinen Sorge vor Cyberattacken zum Thema geworden, erläutert Zillikens. Seinen Fahrzeugpark nimmt der Löschzug Hochneukirch mit in die neue Wache, wobei allerdings zu den drei vorhanden Fahrzeugen noch ein Tanklöschwagen für etwa 440.000 Euro angeschafft werden soll, wie Zillikens und Abels berichten. Diese Investition werde auch notwendig, weil die Jüchener Feuerwehr noch weitere Autobahnkilometer zu ihrem Einsatzbereich hinzu bekommt.

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