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Hückeswagen: Stelle des Schulsozialarbeiters ist noch nicht gesichert

Hückeswagen : Stelle des Schulsozialarbeiters ist noch nicht gesichert

Seit drei Jahren ist Michael Kritzler als Schulsozialarbeiter im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) für die Hückeswagener Schulen zuständig. Ob seine Arbeit auch in Zukunft weitergeführt werden kann, ist noch nicht gewiss.

Im Bericht des Kreisjugendamts, der im jüngsten Sozialausschuss vorgestellt wurde, beträgt das aktuelle Finanzbudget für die "Strukturierende soziale Arbeit an Schulen" aktuell 340 000 Euro, die aus Landes- und Jugendhilfemitteln finanziert werden. Auf Hückeswagen entfallen davon 30 500 Euro, bisher waren es 37 000 Euro pro Jahr.

"Wir legen natürlich Wert darauf, dass diese sinnvolle Arbeit fortgeführt wird", betonte der zuständige Fachbereichsleiter Michael Kirch im Ausschuss. Direkten Einfluss hat die Stadt darauf jedoch nicht. Denn Kritzler ist nicht bei der Stadt, sondern beim Caritasverband als Diplom-Sozialpädagoge angestellt. Die Stelle war bis Ende 2013 befristet. "Im vergangenen Jahr konnte die Arbeit mit noch nicht abgerufenen Mitteln fortgesetzt werden", sagte Kirch. Gespräche mit der Kreisverwaltung zur Fortführung der Arbeit laufen. Kirch rechnet mit einer Entscheidung bis zum nächsten Schulausschuss am 24. März.

Eine gute Nachricht für die Jugendarbeit vor Ort: Das Jugendzentrum erhält eine zusätzliche halbe Stelle. Sie soll voraussichtlich ab Mai besetzt werden, kündigte Kirch an. Ob die Stelle darüber hinaus fortlaufen kann, sei abhängig von der aktuellen Haushaltssituation.

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Seit Jahren steigen die Betriebskosten für Kindertagesstätten im Kreis an - insbesondere durch den Ausbau des Betreuungsangebots für Unter-Dreijährige. Im August 2013 waren es kreisweit 990 U3-Plätze, im August 2015 werden es 1132 Plätze sein. Dadurch steigt der Betriebskostenaufwand zum Vorjahr um 1,82 Millionen auf 16,77 Millionen Euro an.

Die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe für Familien sind anhand der Fallzahlen leicht rückgängig. Im Jahr 2014 wurden in der Schloss-Stadt die "Hilfen zur Erziehung" in 127 Fällen in Anspruch genommen - drei Prozent weniger als im Vorjahr. Darunter fallen beispielsweise sozialpädagogische Familienberatung ebenso wie Tagespflege und Heimunterbringung. "Die Fallzahlen sinken, aber die Kosten steigen. Insbesondere wenn stationäre Einrichtungen gefordert sind, wird es teuer", betonte Kirch.

(heka)