Bildung in der Pandemie Schulen zu den schönsten Orten machen

Berlin · Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock versucht mit dem drängenden Bildungsthema aus der Defensive zu kommen und fordert einen Bildungsgipfel von Bund, Länder und Kommunen nach der Wahl

 Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei der Vorstellung eines Impulspapieres für eine nationale Bildungsoffensive

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei der Vorstellung eines Impulspapieres für eine nationale Bildungsoffensive

Foto: dpa/Christophe Gateau

Schule macht Politik. Und Politik könnte Schule machen. Annalena Baerbock hat es in den zurückliegenden eineinhalb Jahren gehört, erlebt und sich erzählen lassen, was es heißt, wenn Kinder und Jugendliche über Wochen und Monate nicht mehr in ihre Klassenzimmer können. Wenn Bildung zur Mangelware wird, weil der Unterricht einem Virus zum Opfer fällt, muss eine Gesellschaft alarmiert sein. An diesem Freitagvormittag ist die Kanzlerkandidatin der Grünen mit der Soziologie-Professorin Jutta Allmendinger in Berlin angetreten, einen Impuls „für eine nationale Bildungsoffensive“ in Zeiten der Pandemie zu geben. Denn es treibt sie die Frage um: „Wie stellen wir sicher, damit Schulen nicht wieder als Erstes geschlossen werden und wir dann nicht wissen, wie sie wieder geöffnet werden?“ Das Bildungsthema treibt die Grünen-Kanzlerkandidatin schon lange um. Im Wahlkampf könnte es für sie ein Hebel sein, aus der gefühlten Defensive, in der sich Baerbock nach einigen Fehlern ihrer Kampagne befindet, wieder in die Offensive zu kommen.