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Neustart der Hildener Grundschulen während der Corona-Krise

Neustart der Grundschulen : Grundschüler überglücklich, Lehrer eher skeptisch

Der erste gemeinsame Schultag seit Mitte März hat für viele glückliche Gesichter gesorgt. „Die Kinder haben sich alle riesig auf diesen Tag gefreut“, erklärt Christiane Gierke, Leiterin der Grundschule am Elbsee. Sie hat wegen der Lockerungen allerdings Bauchschmerzen.

Endlich! Das wird sich wahrscheinlich der Großteil der rund 2000 Hildener Grundschüler am Montagmorgen gedacht haben. Endlich wieder normaler Unterricht, endlich wieder die Klassenkameraden treffen, endlich wieder ein Stück weit Normalität. Der erste gemeinsame Schultag seit Mitte März hat für viele glückliche Gesichter gesorgt. „Die Kinder haben sich alle riesig auf diesen Tag gefreut“, erklärt Christiane Gierke, Leiterin der Grundschule am Elbsee und Sprecherin der Hildener Grundschulen. Und der Neustart habe auch reibungslos geklappt. „Durch die vergangenen Wochen sind alle sehr diszipliniert.“ Seit Mitte Mai haben alle Schüler einen Tag pro Woche Unterricht, die Hygieneregeln waren sehr strikt.

Nun werden die Kinder wieder in ihrem alten, zuvor aufgeteilten Klassenverband unterrichtet. Sie beginnen den Schultag zu unterschiedlichen Zeiten, was auch zu unterschiedlichen Pausenblöcken führt. „In den Klassen braucht die Maske nicht getragen zu werden, auf den Fluren aber schon“, sagt Christiane Gierke. Das würden Kinder auch schon mal vergessen. Größere Probleme kann die Schulleiterin für die Elbseeschule nach Tag eins aber nicht vermelden.

„Hoffentlich läuft alles rund“, sagt sie angesichts der gelockerten Vorschriften. „Ich habe Bauchschmerzen.“ Die wären noch größer, sagt sie, wenn die Kinder zwar während des Unterrichts ausschließlich im Klassenverband zusammensäßen, bei der Nachmittagsbetreuung in OGS oder VGS dann aber wieder wild zusammengewürfelt würden. „Wir bekommen es zum Glück personell so hin, dass die Kinder im Klassenverbund betreut werden können“, sagt Christiane Gierke. Sie kenne aber auch andere Schulen, bei denen vormittags getrennt unterrichtet und nachmittags gemeinsam betreut werde. „Das dürften wir theoretisch auch.“

In zwei Wochen verabschieden sich die Schüler in die Sommerferien. Wie es danach weitergeht, kann noch niemand endgültig sagen. „Es heißt, dass sich der Schulbetrieb wieder normalisieren soll“, so Christiane Gierke. „Endgültig werden wir das aber wohl erst am Ende der Sommerferien wissen.“