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Musikszene Grevenbroich: Globaler Workshop im Café Kultus.

Musikszene in Grevenbroich : Globaler Workshop im Café Kultus

Sechs Teilnehmer kreieren ihren Song. Es helfen Musiker via Internet aus Cancun. Am Ende von neun Tagen soll ein Lied entstanden sein, das reif zur Veröffentlichung ist. Töne und Gesang werden über das Internet um die halbe Welt geschickt.

„Record your Song“, übersetzt: „Nimm Dein Lied auf“ lautet die Überschrift des Sommer-Workshops im Café Kultus. Sechs junge Menschen im Alter zwischen 11 und 21 Jahren haben neun Tage lang Zeit, ihren Song selbst einzusingen, zu arrangieren – kurz: reif zu machen für eine Veröffentlichung. Der internationale Titel des Workshops ist dabei nicht bloß Formsache. Die Musiker, die die Instrumente spielen und den Liedstil mitprägen sitzen im mexikanischen Cancun. Sie steigen per Videochat jeweils mittags ein und verfeinern den bis dahin erreichten Arbeitsfortschritt. Während Grevenbroich schläft, wird auf der anderen Seite der Welt weiter an den Projekten gearbeitet.

Organisiert hat diese transatlantische Zusammenarbeit die Sängerin und Gitarristin Clara Krum, vielfach ausgezeichnet bei Jugend musiziert und Festivals in Neuss. Sie begleitet die jungen Interpreten durch die Workshop-Tage, gibt Tipps und hilft dabei, Klippen zu überwinden.

„Los ging es mit einer Schmutzspur“, sagt Stefan Wehlings vom Café Kultus, der den jungen Musikern drei Räume zur Verfügung stellte, damit all die notwendigen Abstände gewahrt bleiben. Mit „Schmutzspur“ sind allererster Gesang und Solo-Melodie gemeint – über die alle Beteiligten einen Einstieg in die Idee des neuen Songs bekommen.

Schritt für Schritt bauten die Musiker und die jeweiligen Sänger dann das Arrangement auf und entschieden, welche Stilrichtung mit dem Song eingeschlagen werden soll – Punk, Pop, Rock, Disko? Im Laufe der Produktionstage kamen dann jeweils immer mehr Instrumente dazu, wurden abgemischt, verworfen, neu angesetzt. Am kommenden Dienstag sollen die Songs dann fertig sein. Früher hätte man gesagt – reif für die Plattenpresse. Stefan Wehlings ist gespannt auf die Ergebnisse: 2Vielliecht schaffen wir es ja noch, zum Abschluss ein Video zu drehen.“