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Kommunalpolitik in Grevenbroich: Vier Sonntage sollen Handel stützen.

Kommunalpolitik in Grevenbroich : Vier verkaufsoffene Sonntage sollen den Handel stützen

Die Grevenbroicher FDP macht einen nordrhein-westfälischen Landeserlass zum Antrag für die August-Sitzung des Rates. Bürgermeister Krützen sagt: „Beschluss ist längst gefasst“. In der Sache wollen alle dasselbe: Ausgleich für die Corona-Verluste.

Bereits Ende Mai hatte Bürgermeister Klaus Krützen eine Reihe von Vorschlägen gemacht, um den von Corona-Verlusten gebeutelten Grevenbroicher Handel zu stützen. Zusätzliche verkaufsoffene Sonntage gehörten dazu. Am Donnerstag gab der NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart einen Erlass heraus, der vier zusätzliche verkaufsoffene Sonntage bis Ende 2020 in NRW erlaubt. Die Grevenbroicher FDP schob sogleich einen Antrag für die Ratssitzung am 27. August, hinterher: Der Rat möge beschließen, in der zweiten Jahreshälfte vier verkaufsoffene Sonntage zu platzieren.

„Wenn es nach allein nach mir ginge, gäbe es Ab September pro Monat einen verkaufsoffenen Sonntag in Grevenbroich“, sagte FDP-Partei- und Fraktionschef Markus Schumacher. Aber natürlich habe dabei der Werbering Grevenbroich ein wichtiges Wort mitzureden, so der Liberale. Zum einen sollen die zusätzlichen Öffnungszeiten dem Handel zusätzliche Einnahmen ermöglichen. Zugleich aber soll sich der Strom der Einkäufer so besser verteilen – damit die in der Pandemie so wichtigen Abstandsregeln gewahrt bleiben.

Bürgermeister Klaus Krützen betonte auf Nachfrage, dass offenbar alle Parteien dem Einzelhandel helfen wollen. „Von daher gab es keinen zwingenden Grund dasselbe noch einmal zu beantragen, das wir schon beschlossen hatten.“ Er habe lediglich auf den Landeserlass gewartet, der nun auf dem Tisch liege.

Die Vize-Vorsitzende des Werberings, Martina Rütten-Haumann, begrüßte die Initiative. Sie erinnerte an den Vorschlag des Werberings, auf Parkgebühren nach 16 Uhr und an Samstagen komplett zu verzichten. „Außerdem haben wir angeregt, an bestimmten Stellen der City Foodtrucks zu platzieren.“

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi protestierte gegen die zusätzlichen Verkaufs-Sonntage. Diese müssten an eine Großveranstaltung gebunden sein – die aber untersagt seien. In anlasslosen verkaufsoffenen Sonntagen sieht die Gewerkschaft einen Gesetzesverstoß der NRW-Landesregierung, gegen den sie gerichtlich vorgehen will.