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Grevenbroich: Ein Tag wie in ...Italien

Urlaubsgefühl in Grevenbroich : Ein Tag wie in Italien

Italien hat viel zu bieten: Sonne, Meer, Berge, Kultur, leckeres Essen und südländische Lebensfreude. Für manch einen fällt der geplante Sommerurlaub in dem „Stiefel-Staat“ in diesem Jahr Corona-bedingt aber aus. Wir zeigen, wie man ein bisschen „Dolce vita“ nach Hause holen kann.

Antipasti und ein guter Roter

Für einen entspannten Abend bieten sich Antipasti an. Gegrillte Zucchini und Auberginen mit Olivenöl, Mozzarella alla Caprese und landestypische Wurstwaren schmecken immer.

Dazu passt Rotwein (Foto: dpa). Ulrich Siegel von der Weinhandlung WeinSiegel in Grevenbroich empfiehlt Chianti aus der Toskana (im Bild oben: deren Hauptstadt Florenz/Foto: Pixabay). Die besten und teuersten Weine sind die Chianti Classico aus dem Gebiet zwischen Florenz und Siena. Den „Terre de Priori Chianti DOCG“ von der Genossenschaft Cantina di Montalcino bietet Siegel für 5,90 Euro an. Der rubinrote Wein hat leichtes Vanillearoma, ist geschmeidig, leicht, würzig und lecker zu Antipasti oder Gegrilltem. Deutlich weniger bekannt als der Chianti ist der Dolcetto aus dem Piemont, den Weinliebhaber aber probieren sollten. Das Piemont ist deutlich weniger touristisch als andere Gegenden, hat aber besonders kulinarisch viel zu bieten. Der „Dolcetto di Diano d’Alba DOCG“ von der Cantina Terre del Barolo (11,90 Euro) ist rubinrot bis violett, hat Aromen von Kirsche und Mandel und wie alle Dolcetti wenig Säure. Er passt hervorragend zu Vorspeisen, schmeckt aber auch einfach so, Salute!

Tarantella und ein Mord

Musik: Typisch italienisch klingt die „Tarantella Napoletana“, ein italienischer Volkstanz, verrät  Gitarrist Daniel März von der Musikschule Pro Musica Jüchen. Wer es gerne klassisch mag, sollte Antonio Vivaldi hören. Mit „Der Sommer“ aus „Die vier Jahreszeiten“ lässt es sich bestens entspannen. Zeitgenössischen Pop bieten die Songs von Francesca Michielin (Foto: dpa). Die Sängerin belegte 2016 beim berühmten Sanremo-Festival den zweiten Platz.

Wer selbst Musik machen möchte, kann kostenlose Probestunden bei Daniel März buchen – sehr gerne zu italienischen Klängen. www.danielmaerz.de

Gaby Betzing von der katholischen öffentlichen Bücherei Gustorf empfiehlt das Buch „Der freie Hund“, einen Krimi von Wolfgang Schorlan und Claudio Caiolo, verspricht spannende Lektüre: Commissario Antonio Morello kommt aus Sizilien, wird aber nach Venedig versetzt, weil er auf der Todesliste der Mafia steht. Zunächst findet er die Lagunenstadt furchtbar, eine schöne Nachbarin und ein packender erster Fall lassen ihn dann doch Gefallen an Venedig finden. Wer nicht gerne Krimis liest, kann sich mit dem Roman „Ein Sommer wie Limoneneis“ von Marie Matisek an die Amalfiküste entführen lassen. Die Geschichte über den erfolgreichen Anwalt Marco, seine Familie und seine Jugendliebe Lisabetta ist die perfekte Sommerlektüre.

Von wegen: „Alles paletti“

YouTuberin Tiziana Alcamo (Tiziana L’Italiana) gibt Tipps: Je weiter man in den Süden Italiens reist, desto praktischer ist es, ein paar Sätze auf Italienisch sprechen zu können – außerdem freut das die Einheimischen und hilft, Kontakte zu knüpfen. Die Italiener sind höfliche Menschen, deshalb ist es schlau, eine Bestellung mit Vorrei (ich möchte) anzufangen: Vorrei un caffè, per favore (Ich möchte einen Espresso, bitte – die Italiener sagen einfach caffè, nicht Espresso!) oder Vorrei una camera con una bella vista (Ich möchte ein Zimmer mit einem schönen Ausblick). Wenn man auf sich aufmerksam machen möchte, hilft Scusi? (Entschuldigen Sie?) Beim Bedanken besser grazie mille, nicht mille grazie sagen. Und wenn man einen weit verbreiteten Fehler vermeiden möchte, sollte man sich nicht mit Ciao verabschieden, wenn man die Person nicht duzt. Aufpassen sollte man auch beim Bestellen im Restaurant (Foto aus Rom: dpa): es heißt Pizza Quattro stagioni und nicht Quattro stazioni (Vier Bahnhöfe…) sowie carne (Fleisch) und nicht cane (Hund!).

Ein absoltutes „No Go“ ist es, einen Cappuccino nach einer Mahlzeit zu bestellen – das würde ein Italiener nie machen! Außerdem unbedingt Ausdrücke wie Piccobello, alles paletti oder kontroletti vermeiden – das kennt in Italien keiner, weil es kein Italienisch ist!

Allora: Benvenuti in Italia!

Im Land, wo die Zitronen blühen

Dieter Volkwein, Vorsitzender des Gartenbauvereins Neurath, spricht über mediterrane Pflanzen in unseren Gärten: Dem ein oder anderen mögen die Sommer der letzten Jahre ja zu heiß gewesen sein, den mediterranen Pflanzen, die man mittlerweile in jedem Gartencenter kaufen kann, kommt die Temperaturerhöhung jedoch sehr entgegen. Man darf sich ruhig trauen, Zironen- (Foto: Pixabay), Orangen-, - oder Mandarinenbäumchen auf den Balkon oder der Terrasse zu stellen. Die Pflanzen sollten zwar in einem hellen, kühlen Raum überwintern, „wobei fraglich ist, ob das in den letzten zwei Jahren tatsächlich nötig gewesen wäre“, meint der Gartenbauer. „Wir hatten ja gar keinen Frost“. Schon seit einigen Jahren beliebt in unseren Gärten sind Feigenbäume. Die Bäume werden oft sehr groß und breit, eher buschartig und tragen teils mehrmals im Jahr Früchte. Tipp vom Exterten: Wenn Äste nah über dem Boden wachsen, kann man diese in die Erde hinein drücken, sodass sie ganz bedeckt sind und Wurzeln ziehen können. Dann kann man sie am Stamm absägen und hat einen neuen Feigenbaum. Auch Tomaten- und Paprikapflanzen bekommt das Klima hier immer besser. Die Pflanzen tragen in heißen Sommern viele Früchte.