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MDU: Neue Station für das Elisabeth-Krankenhaus in Grevenbroich

Mehr Sicherheit für Patienten : Neue Station für das Elisabeth-Krankenhaus

Die erste sogenannte MDU im Rheinland-Klinikum hat am Mittwoch ihren Betrieb aufgenommen. Was hinter der Abkürzung steht - und welche Verbesserung die Patienten erwarten dürfen.

  Eine neue Station hat im Elisabeth-Krankenhaus den Betrieb aufgenommen: die MDU. Die Abkürzung des englischen Begriffs „Medical Decision Unit“ meint eine interdisziplinäre Aufnahmestation – eine Art Bindeglied zwischen Zentraler Notaufnahme und Bettenstationen.

In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) wird längst interdisziplinär gearbeitet. Das bedeutet, dass bei komplexeren Krankheitsbildern immer Fachärzte verschiedener Fachrichtungen hinzugezogen werden. „Nach Abschluss der unmittelbaren Notfallbehandlung können manche Patienten nicht direkt nach Hause entlassen werden, weil sie kritischer erkrankt sind und bei ihnen zeitnah noch weitere Diagnostik und gegebenenfalls Therapie erforderlich ist“, sagt der kardiologische Chefarzt Dr. Hubertus Degen.

Dies geschieht auf der MDU in Rücksprache mit Fachärzten der jeweiligen medizinischen Fachrichtungen. „Das gibt Patienten ein hohes Maß an Sicherheit“, betont Professor Dirk Graf, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie. „Denn durch die frühzeitige interdisziplinäre Zusammenarbeit wird eine hohe medizinische Qualität gewährleistet.“

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Auch stehen dort Monitore zur Verfügung für Patienten mit Krankheitsbildern, die überwacht werden müssen. Zu diesen Krankheitsbildern gehören Herzrhythmusstörungen oder Elektrolyt-Entgleisungen, also etwa ein zu hoher oder zu niedriger Kalium- oder Natriumspiegel. Auch Patienten mit akuten Brustschmerzen, bei denen ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie ausgeschlossen werden soll, werden dort überwacht.

Die neue Abteilung ist in der ehemaligen Station UA im Souterrain des A-Traktes des Krankenhausgebäudes untergebracht. Sie liegt räumlich nah bei der Zentralen Notaufnahme und den Untersuchungsräumen zur genaueren Diagnostik. Insgesamt stehen der MDU dort zehn Betten zur Verfügung, sechs davon mit Monitoren ausgestattet. Täglich finden ärztliche Visiten der verschiedenen Fachabteilungen statt, nach denen gemeinsam über die weitere Diagnostik und Therapie entschieden wird.

(NGZ)