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Grevenbroich: Kritik an Verzicht auf "Energie"-Slogan

Grevenbroich : Kritik an Verzicht auf "Energie"-Slogan

Bürgermeisterin Ursula Kwasny hat den Slogan "Bundeshauptstadt der Energie" abgeschaltet – zumindest teilweise. Weder auf der Homepage der Stadt noch auf den Visitenkarten der Verwaltungschefin oder auf offiziellem Briefpapier ist die Stadtwerbung, die Amtsvorgänger Axel Prümm initiiert hatte, zu finden.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny hat den Slogan "Bundeshauptstadt der Energie" abgeschaltet — zumindest teilweise. Weder auf der Homepage der Stadt noch auf den Visitenkarten der Verwaltungschefin oder auf offiziellem Briefpapier ist die Stadtwerbung, die Amtsvorgänger Axel Prümm initiiert hatte, zu finden.

Eine Entscheidung, die UWG und FDP kritisieren. Carl Wendler, Chef der UWG-Fraktion, sagt: "Wir sind bestürzt." Grevenbroich sei wegen Horst Schlämmer bundesweit bekannt: "Der andere Grund liegt in der offiziellen Verwendung des durch den Wettbewerb entstandenen Slogans ,Bundeshauptstadt der Energie'". Er kritisiert den Verzicht auf die "Bundeshauptstadt der Energie"-Kohlebriketts als Stadtgeschenk: "Man sollte dankbar sein, dass RWE die Briketts unentgeltlich zur Verfügung stellt" — zumal das Unternehmen als Sponsor für die Erfthalle oder das Bad in Neukirchen gefragt sei.

"Aus Marketingsicht ist es fahrlässig, den Slogan nur teilweise zu eliminieren", so FDP-Fraktionspressesprecher Markus Schumacher. Man müsse den Slogan vollständig aus dem Stadtbild nehmen. Darüber sollte der Rat entscheiden. Ursula Kwasny hatte ihre Entscheidung so begründet, dass Grevenbroich weitere Vorzüge habe wie lebendiges Brauchtum, einen starken Mittelstand oder gute Schulen.

(dhk)