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Grevenbroich: Galgenfrist für das Bad

Grevenbroich : Galgenfrist für das Bad

Am Mittwoch wollte Bürgermeisterin Ursula Kwasny entscheiden, ob sie 25.000 Euro in das Neukirchener Bad investiert. Die Entscheidung wurde um eine Woche vertagt. TV-Präsident Schmitt betont: "Das ist die letzte Frist."

Noch gibt's keine Entscheidung über die Zukunft des Neukirchener Bads. Zwar hatte Bürgermeisterin Ursula Kwasny am Mittwoch an den runden Tisch gebeten, doch sie ließ bekanntgeben, dass erst für kommenden Mittwoch, 4. August, ein weiteres Gespräch terminiert ist — dann auch mit Vertretern des TV Jahn.

Ursprünglich wollte der Verein das Bad als Betreiber am 30. September schließen, wenn nicht bis 31. Juli der fehlende Zuschuss bewilligt sei. Grund für Defizit in der Vereinskasse waren unter anderem die hohen Energiekosten. "Wenn wir nicht 25.000 Euro bekommen, müssen wir Ende September schließen", hatte TV-Präsident Winfried Schmitt mehrfach erklärt. Schwimmer aus unterschiedlichen Gruppen hatten Briefe an die Bürgermeisterin verfasst und Unterschriften für den Erhalt des Bads gesammelt.

Jetzt wird Schmitt die gesetzte Frist um wenige Tage überschreiten müssen — allerdings mit Blick auf eine ungewisse Zukunft. "Ich habe bisher keinerlei Signale aus dem Rathaus erhalten, auch von den politischen Vertretern hat niemand zu uns Kontakt aufgenommen — seit mehr als einem Jahr nicht." Worüber sich Schmitt freut: "Über den großen Zuspruch, den wir von unterschiedlichen Nutzern erhalten haben. Es macht uns froh, dass so viele Menschen für ihr Bad kämpfen wollen."

Mit Blick auf den neuen Gesprächstermin sagt der Vereinspräsident: "So lange werden wir warten. Aber das ist die allerletzte Frist für das Bad." Für kommenden Mittwoch ist ein "interfraktionelles Gespräch" angesetzt. Dann sollen neben Vertretern des TV Jahn Mitglieder der Fraktionen mit der Bürgermeisterin über eine Lösung für das Bad an der Viehstraße verhandeln.

Ursula Kwasny hatte bereits im Vorfeld gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass sie nach einer positiven Lösung sucht. — "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt dazu Schmitt. "Bei der Stadt sollte vielleicht überlegt werden, wie viel Geld sie durch unsere Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren gespart hat — und was andere Wasserflächen kosten."

(NGZ)