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Grevenbroich: Erste "Wall of Fame" am Evita-Beach

Grevenbroich : Erste "Wall of Fame" am Evita-Beach

Graffiti auf Mauern und Wänden sind für viele ein ständiges Ärgernis. Die Stadt will dagegen vorgehen – und erlaubt gerade deshalb mit Evita-Beach-Betreiber Norbert Lupp Sprayereien auf Flächen am Zaun des Stadtstrandes.

Graffiti auf Mauern und Wänden sind für viele ein ständiges Ärgernis. Die Stadt will dagegen vorgehen — und erlaubt gerade deshalb mit Evita-Beach-Betreiber Norbert Lupp Sprayereien auf Flächen am Zaun des Stadtstrandes.

"Wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, ganz legal Graffiti-Kunst zu schaffen — hier, wo es viele sehen", so Bürgermeisterin Ursula Kwasny.

Die Aktion ist Teil eines ganzen Maßnahmenpaketes. In den vergangenen Jahren hatte die Beseitigung von Sprayereien allein an städtischen Brücken und im Tiergehege 18 000 Euro Kosten verursacht. Die Stadt gibt Geld für Hinweise, die zur Ermittlung von Sprayern führen. Jetzt hat sie einen Flyer mit Informationen über die Folgen illegaler Graffiti gedruckt. Von der legalen Graffitiwand "Wall of Fame" (Wand des Ruhms) — eigentlich mehrere Platten, die Lupp zur Verfügung stellt — erhofft sich Kwasny, "dass einige Sprayer nun hierhin kommen und nicht das Eigentum anderer beschädigen."

Mit der Aktion ist ein Wettbewerb verbunden. "Wer sein Werk dafür dokumentieren lassen möchte, kann bei der Stadt anrufen. Auf den Gewinner warten Karten für ein Konzert mit ,Luxuslärm' und ,Wesentlich'", sagt Robert Jordan vom Stadtmarketing. Klar ist, dass die "Wall of Fame" Ende September verschwindet. "Wir suchen aber nach dem Vorbild von Neuss andere Flächen für legale Graffiti", so Kwasny. Streetworker Frank Paffendorf schlägt bereits einen Ort vor: "Die Bahnunterführung an der Realschule Bergheimer Straße."

(dhk)