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Grevenbroich: UWG-Ratsherr Rütten fordert Geld für Gustorfer Bahnhof

Verkehr in Grevenbroich : UWG-Ratsherr Rütten fordert Geld für Gustorfer Bahnhof

UWG-Ratsherr Hubert Rütten kritisiert, dass nicht nur der Grevenbroicher, sondern auch der Gustorfer Bahnhof ertüchtigt wird. Seit Jahren ist der zu niedrige Bahnsteig dort Anlass für Beschwerden.

Der Grevenbroicher Bahnhof soll für 150.000 Euro ertüchtigt werden, die Bundesmittel können für Sitzmöbel, mehr Barrierefreiheit, Verschönerung oder Energiesparprojekte genutzt werden. Die Ankündigung der Investition ruft UWG-Ratsherrn Hubert Rütten auf den Plan. „Es ist hochinteressant, dass 150.000 Euro für den Grevenbroicher Bahnhof bereitgestellt werden, für den Bahnhof in Gustorf aber kein Geld da ist“, kritisiert Rütten. Viele ältere Fahrgäste und Menschen mit Handicap könnten dort kaum in den Zug einsteigen, weil der Bahnsteig keinen niveaugleichen Ein- und Ausstieg ermögliche. Seit Jahren ist die Anhebung des Bahnsteigs ein Thema, die Realisierung mangelte am Geld. Wenn in Grevenbroich investiert werde, „damit der Bürgermeister Klaus Krützen und Mein-Grevenbroich-Fraktionsvorsitzende Martina Suermann sich den Wunschtraum von einem Gründerviertel im Bahnhofsviertel erfüllen, dann fordere ich, auch den Gustorfer Bahnhof zu ertüchtigen“, sagt Rütten.

Auf den Fördertopf, aus dem nun Mittel fließen, hatten allerdings CDU-Politiker hingewiesen – Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe, Landtagsabgeordnete Heike Troles und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Laut Troles hat zudem Landesverkehrsminister Hendrik Wüst zugesagt, dass aus einem Landesprogramm eine neue Videoanlage im Bahnhof bezahlt wird.

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Rütten wartet nun darauf, dass sich auch in Gustorf etwas tut. Beim Stadtteilgespräch habe Krützen angekündigt, sich für die Ertüchtigung des Bahnsteiges bis zum Bundesköniginnentag 2021 einzusetzen. „Bis dahin ist nicht mehr viel Zeit“, so Rütten. „Der Bürgermeister hat erklärt, dass es schön wäre, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung bis zum Bundesköniginnentag den Bahnsteig zu verlegen“ sagt Stadtsprecher Stephan Renner. Auch die Bruderschaft Gindorf und Gindorf e.V. hätten sich dafür engagiert. Bei einem Ortstermin gegen Jahreswechsel hätten Vertreter von DB und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr aber deutlich gemacht, dass eine Umsetzung bis dahin nicht möglich sei, zudem stehe der Bahnhof in keinem Förderprogramm. Das Thema bleibe aber weiter im Blick.