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Grevenbroich: Kommunalomat gibt Entscheidungshilfe im Internet

Politik in Grevenbroich : Erster Kommunalomat gibt Entscheidungshilfe im Internet

Welche Partei bekommt mit ihren Wahlprogramm meiner Position am nächsten? Für die Kommunalwahl ist das nun mit ein paar Klicks zu klären. Der Grevenbroicher Stadtjugendring hat eine Entscheidungshilfe online gestellt.

Staatliche Fördergelder für einen Bubble-Tea-Laden oder eine H&M-Filiale in Grevenbroich? Ja, das ist eine von 20 Thesen in Grevenbroichs erstem Kommunalomat des Stadtjugendrings. Doch sie ist ein Exot. Mehrheitlich geht es um die Knackpunkte der Stadtpolitik: öffentlicher Nahverkehr, das Schlossbad, die digitale Ausstattung der Schulen und Fahrradwege. Zum Beispiel. Jugendliche ab 16 können die Entscheidungshilfe nutzen. Sie stimmen den 20 Thesen zu, bewerten sie als „neutral“ oder stimmen nicht zu. Bei Bedarf können sie ihre Antwort doppelt gewichten und bekommen anschließend angezeigt, zu wie viel Prozent sie mit den aktuellen Positionen der sieben, bislang im Grevenbroicher Rat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften übereinstimmen. Auch für noch unentschlossenen Erwachsene ist dies eine Orientierung für ihre Wahlentscheidung am 13. September.

„Wir haben uns zum ersten Mal im Februar zusammengesetzt, sagt der Geschäftsführer des Grevenbroicher Stadtjugendrings, Steffen Jendrny. Und die Vorsitzende Alina Faßbender ergänzt: „Wir möchten das politische Interesse der Jugend ausdrücken und auf jugendpolitische Themen aufmerksam machen, die im Alltag häufig untergehen.“ Sehr rasch war der Stadtjugendring im Rahmen der Vorbereitungen bei einer digitalen Form des Kommunalomat-Grevenbroich.

Im April wurde in den Schulen über Struktur, Aufgaben und Funktion einer Stadt informiert. Viele Politiklehrer und ihre Klassen halfen mit. Dem Aufruf, Fragen, Anmerkungen und Wünsche zu äußern, folgten nach Angaben des Stadtjugendrings rund 150 Schüler. Aus diesen Einsendungen wurden 20 Thesen erstellt, die für junge Menschen aus Grevenbroich relevant sind. Diese 20 Thesen legten die Macher anschließend allen sieben Parteien, die derzeit im Grevenbroicher Rat vertreten sind, vor. So fanden Jugend und etablierte Politik zueinander. Der Grevenbroicher Kommunalomat wird am 13. September, um Punkt 18 Uhr vom Netz gehen. Denn dann ist die Wahl vorüber und es wird ausgezählt.

Neben dem Parteiencheck plant der Stadtjugendring erneut eine Wahl für Menschen unter 16 Jahren in Grevenbroich – also allen, die eigentlich noch keine Wahlstimme haben. Sie sollen zwischen dem 31. August und dem 4. September eigene Stimmzettel ausfüllen. Am Sonntag, 6. September, wird das Meinungsbild ausgezählt. Bei der Europawahl machten mehr als 2100 Mädchen und Jungen mit. Nun rechnet Jendrny mit mehr als 3000 Beteiligten.

www.kommunalwahl.stadtjugendring-gv.de