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Grevenbroich: Die Varianten für das Schlossbad

Grevenbroich : Die Varianten für das Schlossbad

Wie sieht die Zukunft des Schlossbades aus? Diese Frage diskutiert die Politik hinter verschlossenen Türen. Grundlage ist ein Gutachten der Ingenieurgesellschaft Constrata – das jetzt der NGZ zugespielt wurde.

Wie sieht die Zukunft des Schlossbades aus? Diese Frage diskutiert die Politik hinter verschlossenen Türen. Grundlage ist ein Gutachten der Ingenieurgesellschaft Constrata — das jetzt der NGZ zugespielt wurde.

Das Gas- und Wasserwerk soll Investor und Betreiber des neuen Schlossbades werden. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen ein Gutachten bei der Bielefelder Gesellschaft Constrata in Auftrag gegeben. Die Ingenieure haben acht Varianten für die Zukunft des Bades entwickelt, die nun von den Politikern hinter verschlossenen Türen diskutiert werden.

Der NGZ wurde jetzt eine Kopie dieser Analyse zugespielt. Was darin auffällt: Fünf der acht Varianten konzentrieren sich auf einen "anderen Standort", der nicht genannt wird. Der Vorteil aus Sicht der Gutachter: Während des 18 bis 21 Monate dauernden Neubaus außerhalb des Schloss-Areals kann das alte Bad weiter genutzt werden. Hier eine Übersicht über einige der vorgeschlagenen Modelle.

Die simple Variante Sie sieht eine Grundsanierung vor. Das Gebäude wird zum Teil abgerissen, die Freibecken werden mit rostfreiem Stahl (V4A) ausgekleidet und die Technik auf einen aktuellen Stand gebracht. Die Nachteile aus Expertensicht: Die Kosten (8,8 Millionen Euro) sind hoch, die Besucher finden kein zusätzliches Angebot.

Die teure Variante Für 13,6 Millionen Euro wird das Bad am Schloss neu gebaut — mit Kinder-, Nichtschwimmer-, Ganzjahres- und 25-Meter-Sportbecken. Rutsche und Saunalandschaft runden das Angebot ab. Der Nachteil: Hohe Investitions- und Folgekosten.

Die kleine Variante Für 7,9 Millionen Euro wird "an anderer Stelle" ein Hallenbad mit Sport-, Kinder- und Ganzjahresbecken gebaut. Attraktion wird eine Rutsche sein. Vorteil: Angemessene Investitionskosten. Nachteil laut Gutachter: Das Angebot bleibt unverändert.

Die große Variante Außerhalb des Schloss-Areals wird ein Sport- und Familienbad gebaut. Attraktionen sind ein Naturbadesee sowie eine Sauna mit Innen- und Außenbereich. Die Vorteile: Ein Spaß für die ganze Familie, das Schwimmangebot wird ausgebaut. Voraussichtliche Investition: 12,2 Millionen.

Die wetterfeste Variante Auf einem anderen Gelände wird ein Allwetterbad gebaut — mit Sport-, Lehr-, Freizeit- und Ganzjahresbecken sowie einer Rutsche. Der Clou ist ein verschiebbares Dach. Vorteile des 9,5-Millionen-Projekts: Angemessene Investitionskosten, gutes Angebot für Familien. Der gleiche Vorschlag findet sich in einer weiteren Variante wieder — dort allerdings um eine Sauna ergänzt. Dieses Modell würde 11,2 Millionen kosten.

Die Mehr-Becken-Variante Außerhalb des Schlossgeländes soll ein Hallenbad mit 25-Meter-Sportbecken, Freizeit-, Lehr- und Ganzjahresbecken sowie einem kleinen Freibad entstehen. Attraktionen: Rutsche und Sauna. Die Vorteile: Das Angebot des Bades spricht vor allem Familien an.

Die Diskussion über die Varianten soll in zwei Wochen abgeschlossen werden, die Entscheidung wird dann dem GWG-Aufsichtsrat vorgelegt. Schon jetzt steht fest: Die Investitionskosten müssen mit den Gewinnen des Gas- und Wasserwerks, die jährlich der Stadt zufließen, gedeckt werden.

(NGZ)