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Außen-Gastronomie in Grevenbroich: Urlaubsgefühl zu Hause – auf Abstand

Außen-Gastronomie in Grevenbroich : Corona-Regeln werden penibel eingehalten

Im Biergarten von Kloster Langwaden, im Eiscafé in der Innenstadt und im Stadtstrand „Evita Beach“ können die Grevenbroicher ein wenig Urlaubsgefühl in der Heimat erhalten.

Schon vor der Öffnung warten am Sonntagmittag die ersten Gäste vor dem versperrten Eingang zum Biergarten von Kloster Langwaden. Denn in Zeiten von Corona ist alles anders: Erst Hände desinfizieren, Mund-Nasen-Schutz platzieren und darauf warten, dass Einlass gewährt wird. „Wir halten uns peinlich genau an die Vorgaben“, betont Restaurantleiter Marcello Maurizi, der wie seine Mitarbeiter Nora Schulte und Kevin Mann ebenfalls mit Munschutz den Einlass kontrolliert.

Statt üblicherweise 25 Tische stehen im Biergarten nur 13. „Der vorgeschriebene Abstand und die Fluchtwege müssen eingehalten werden.“ Da lässt Maurizi keine Ausnahme zu. Auch duldet er nicht, dass Tische zusammengeschoben werden, um als Gruppe zusammensitzen zu können. „Das geht nur im Inneren.“ Die Gäste finden seine Vorgaben richtig. Sie sehen keinen Grund, wegen Corona auf den Besuch zu verzichten, meinen Stammgäste. Auch die Großeltern, die mit den Enkeln herbeiradeln, sehen die Einschränkungen als sinnvoll an. „99 von 100 Gästen akzeptieren die Regelung“, weiß Maurizi.

Wegen des Klosters, in dem sich Restaurant und Biergarten befinden, will er keinerlei Risiko eingehen. „Niemand soll sagen, er habe sich im Kloster Langwaden infiziert.“ Deshalb wird das Desinfizieren von Tischen, Speisekarten und Einrichtungen groß geschrieben.

Auch Christian De Pizzol als Betreiber des Eiscafés Toto mitten in Grevenbroich hat coronabedingte Konsequenzen gezogen, von denen er trotz des schönen Sommerwetters nicht abweicht: „Wir haben, um genügend Abstand wahren zu können, drei Tische weniger als in normalen Zeiten unter den Platanen aufgestellt.“ Seine Kunden genießen das Eis, trotz Corona. „Es ist zwar komisch, wenn wir von einem Kellner mit Maske bedient werden, aber besser so als gar nicht“, meint ein Kunde. „Alle halten sich daran, auch wenn sich manche kritisch dazu äußern“, sagt der Café-Betreiber. Die Menschen wollen ins Freie, hat er festgestellt beim Blick über die besetzten Tische. Nach dem Zurückfahren des öffentlichen Lebens blieben die Besucher bei der Wiedereröffnung des Cafés vorsichtig. „Sie wollen sich treffen, aber an der frischen Luft“ – und da kam so ein Tag wieder der sommerlich-sonnige Sonntag gerade recht.

Zufrieden geben sich auch Tim Gössing und die Gäste in seinem Evita Beach, wo Urlaubsfeeling mitten in Grevenbroich aufkommen muss. Er empfängt seine Besucher mit klaren Regeln, an die sich alle halten: Hände desinfizieren, Maske auf und an der Theke melden. Dort werden sie in Empfang genommen und zu einem Tisch geführt. Erst dort endet die Maskenpflicht. „Es geht bergauf“, sagt der Betreiber des Stadtstrandes und freut sich über den guten Besuch. „Wenn das Wetter endlich so bleibt wie heute, dann sind wir zufrieden.“ Und Urlaub im Sand mitten in der City kommt an: „Wir genießen die Sonne, das kann gern so bleiben“, sagt ein Besucher im Liegestuhl.

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