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Fährhaus Zons: Das erste Rabaue-Konzert mit Corona-Abstand in Dormagen

Fährhaus Zons : So lief das „Corona-Konzert“ mit der Band Rabaue

Tische auf Abstand, keine Ansprachen, Mund-Nasen-Schutz beim Verlassen der Plätze, aber trotzdem ein geselliger Abend mit stimmungsvoller Musik: Rabaue trat in Zons auf. Und ab und zu wurde dann doch mitgesungen.

Auch in Corona-Zeiten klappt es mit einem Konzert im Bierzelt im Fährhaus Zons ausgezeichnet. Noch bevor eine Stunde später die Rabaue in die Saiten griffen und sangesfreudig schwungvolle Weisen aufspielten, war das Bierzelt am Freitagabend schon gut gefüllt. „Trotz Corona“, wünschte sich Fährhauswirt René Schuch, „soll es ein geselliger Abend werden.“ Gut hundert Gäste kamen.

Wegen der großen Nachfrage hatte die Kölner Kultband ihre ausgelosten Auftritte im Rheinland von 15 auf 20 erhöht. Und einen Lostreffer erzielte das Fährhaus, ebenso wie der Klosterhof Knechtsteden, die zweite Dormagener Station der Rabaue am Sonntag. Sich von Corona nicht die Show stehlen zu lassen, darauf kam es an. Das Fährhaus „mit einer innovativen, saisonal wechselnden Küche“, so René Schuch. Sie ist ziemlich genau an der bemerkenswerten Grenze zwischen Kölsch und Altbier gelegen, wobei Ersteres als der Renner gilt.

Natürlich wurde vor allem der Abstand gehalten und  beim Aufstehen sofort zur Maske gegriffen;  am Tisch wäre die beim Essen freilich recht hinderlich gewesen. Insgesamt war die Atmosphäre locker und erwartungsvoll. Allzu überbordende Stimmung stellte sich doch nicht ein, denn eine heiße Sommernacht hatte sich nicht angekündigt.

„Raus aus dem Corona-Frust und rein in die Biergärten“, so griffen viele Besucher das Motto des Rabaue-Sprechers Benjamin Weißert auf, ergänzt durch: „Alle haben wieder Spaß.“ Aus Rücksichtnahme blieb die direkte Ansprache von Besuchern aus, um bloß keine Irritationen aufkommen zu lassen. Aber bruchstückhaft kam doch die Freude über, sich wieder einmal getroffen zu haben und bei gutem Essen und Trinken auszutauschen. „Das wurde aber auch höchste Zeit“, sagte eine Besucherin.

Erst zögernd, dann aber mit vollem Engagement wurden sogar die Hände zum rhythmischen Klatschen erhoben. Wenn auch das Mitsingen der Rabaue-Hits möglichst unterlassen werden sollte, brachen an manchen Stellen doch die Dämme. „Ich hab wieder gute Laune“, hieß es jetzt. Und dagegen ist ja überhaupt nichts einzuwenden.

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