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Peter Willers referiert auf Burg Boetzelaer

Vortrag : Aus dem Alltag eines Minenräumers

Peter Willers hält auf Burg Boetzelaer in Kalkar-Appeldorn einen Bildervortrag.

Peter Willers, langjähriger Leiter von Minenräum-Verbänden im Kosovo, im Tschad und in Kambodscha, referiert am kommenden Mittwoch, 28. August, ab 19 Uhr auf Burg Boetzelaer, Reeser Straße 247, in Kalkar-Appeldorn. Der Eintritt zu seinem Bildervortrag ist frei.

Peter Willers wohnt in Rheinbach, ist ehemaliger Offizier der Bundeswehr und Autor mehrerer Sachbücher, darunter „Kambodscha im Fadenkreuz“ und „Meine Pflicht war Abenteuer“. Darin hielt er mit spitzer Feder die guten und schlechten Erfahrungen fest, die er in Asien, Afrika und auf dem Balkan sammeln konnte.

Im Kosovo lieferte er sich amüsante Wortgefechte mit seinem Kameraden, einem ehemaligen NVA-Offizier. Im Tschad verlor Willers in vier Jahren vier Flugzeuge und bei einem tragischen Unfall auch seinen Stellvertreter und fünf einheimische Kameraden.

In einem Alter, in dem andere längst ihren Ruhestand genießen, verschlug es Peter Willers schließlich nach Südostasien. Dort half er sechs Jahre lang mit einem 330 Mann starken Minenräum-Verband dabei, große Teile des explosiven Erbes der Pol-Pot-Diktatur und des Bürgerkriegs zu beseitigen. Die Arbeit und das Leben vor den Toren des Weltkulturerbes Angkor Wat erlaubten Peter Willers einen einzigartigen Einblick in die Seele des geschundenen Königreichs. Er sprach mit einfachen Bauern und Minenopfern über ihre Alltagssorgen, traf aber auch mit König Norodom Sihamoni oder Ministerpräsident Hun Sen zusammen.

Der Referent zeichnet bei seinen Vorträgen in Deutschland ein umfassendes Bild der Länder, in denen er einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklungshilfe leistete. Er beschreibt die Menschen, ihre Kultur und Religion, aber auch die politischen Systeme und die aus seiner Sicht nicht immer nachvollziehbare Arbeit westlicher Hilfsorganisationen oder des Auswärtigen Amtes.

(RP)