Seniorenbeirat in Kalkar geplant

Mitwirkung : Senioren sollen besser mitreden können

Die Bewerbungen um Sitze in einem Seniorenbeirat gehen im Kalkarer Rathaus nur zögernd ein.

Mancher mag den Eindruck haben: Lokalpolitik, das ist doch sowieso vor allem etwas für Ältere. Das stimmt aber nicht, denn zum einen sind im Rat Kalkar durchaus auch einige (wenige) Jüngere vertreten, zum anderen haben die gewählten Volksvertreter natürlich die Aufgabe, im Sinne der gesamten Bevölkerung zu handeln.

Wenn, wie geplant, ein Seniorenbeirat eingerichtet wird, dürfen dessen Akteure ganz „egoistisch“ tatsächlich vorrangig ihre eigenen Bedürfnisse in den Blick nehmen. Wer sich für die Belange der reiferen Kalkarer einsetzen möchte, kann sich noch bis Ende des Monats um einen Platz im künftigen Seniorenbeirat bewerben.

Alle Kalkarer Bürger, die das  60. Lebensjahr erreicht haben, können sich im geplanten Seniorenbeirat, der sich noch in dieser Wahlperiode konstituieren soll, engagieren, erklärt Harald Münzner, der Mann für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Einer, der sich sehr für das Entstehen der Einrichtung eingesetzt hat, ist Günther Pageler, stellvertretender Bürgermeister. Er hatte dafür gesorgt, dass das Thema im Ausschuss für Gemeinwesen vorbereitet wurde. Dort wird der Beirat dann auch vertreten sein, wenn auch ohne Stimme.

Themen, um die sich die Älteren kümmern könnten und sollten, gibt’s genügend, weiß Pageler. „Mit dem Bürgerbus haben wir schon eine wichtige Verbesserung für die Senioren erreicht, aber viel steht noch aus: schlechte Straßen und Bürgersteige – man denke nur an die Marktplatz-Pflasterung – aber auch ganz andere Sachen wie etwa die Frage, wo die älteren Mitbürger nach dem Karnevalsumzug feiern sollen.“ Aus Uedem erhofft man sich in der Anfangszeit etwas Unterstützung, denn die Nachbargemeinde hat gute Erfahrung mit ihrem Seniorenbeirat gemacht. Nicht zuletzt organisieren die Uedemer Veranstaltungen mit wichtien Themen für Ältere.

Bislang haben sich für Kalkars Seniorenbeirat Vertreter einiger Vereine und ein paar reine Privatleute gemeldet, aber noch nicht genug dafür, dass alle Ortsteile vertreten wären. „Wir finden aber besonders wichtig, dass nicht nur Themen aus Kalkar-Stadt bearbeitet werden, in den Dörfern gibt es sicherlich auch einiges zu verbessern“, meint Pageler. Zurzeit fehlten noch Interessenten aus Emmericher Eyland, Bylerward, Grieth, Hanselaer und Kehrum. Gerne noch melden!

Informationen und ein Anmeldebogen, der von den interessierten über 60-Jährigen ausgefüllt werden muss, sind an die Haushalte verteilt worden und liegen an vielen Stellen öffentlich aus. Zudem sind die Infos auf der Homepage www.seniorenbeirat-kalkar.de nachzulesen.

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