Fußball: Union siegt - und die Hoffnung lebt

Fußball : Union siegt - und die Hoffnung lebt

Fußball-Kreisliga A: Zu Gast in Vernum spielt der Kevelaer SV nur 2:2 und muss nun auf einen Ausrutscher des SV Rindern hoffen. Union Wetten wahrt die Chance auf den Klassenerhalt.

Während die Begegnung zwischen Arminia Kapellen-Hamb und Viktoria Winnekendonk den Witterungsbedingungen zum Opfer fiel und nun am Dienstagabend nachgeholt werden soll, fanden am vorletzten Spieltag der A-Liga-Saison folgende Partien statt. Aufsteiger SV Rindern war spielfrei.

TSV Weeze - SGE Bedburg-Hau II 2:1 (1:0). "Das war ein glücklicher Sieg für uns, da die Gäste bereits in Hälfte eins vier oder fünf hochkarätige Torchancen vergaben", zog TSV-Trainer Marcel Zalewski ein Fazit. Schon nach zwei Minuten brachte Christoph Dicks seine blau-gelben Farben in Front. Der zweite Durchgang verlief ausgeglichen, und der A-Jugendliche Sebastian Brons (83.) netzte mit seinem ersten Seniorentor zum verdienten Ausgleich ein. Louis Pacco (87.) erzielte den umjubelten Siegtreffer für die Hausherren nach einem Abpraller und mit Hilfe des Innenpfostens. "Wir haben unnötig verloren, da wir schon zur Pause mit zwei Treffern Unterschied führen mussten, obwohl Weeze mehr Ballbesitz hatte. Allein Matthias Rausch hat drei klare Chancen vergeben. Ein Remis wäre gerecht gewesen", erklärte der enttäuschte SGE-Co-Trainer Manuel Kamps.

Union Wetten - DJK Labbeck-Uedemerbruch 4:2 (2:1). Abstiegskampf pur bekamen die rund 200 Zuschauer in Wetten zu sehen. Es entwickelte sich von Anfang ein kampfbetontes Match mit Torchancen auf beiden Seiten. Christian Tombergs eröffnete den Torreigen für die Gastgeber, doch Lukas Maas konnte für die DJK ausgleichen. Kurz vor dem Pausenpfiff netzte Simon Tombergs zur erneuten Wettener Führung ein. Hendrik Terlinden sorgte für den Gleichstand, ehe Marius Kröll die Union auf die Gewinnerstraße brachte. Mit einem Konter machte Alexander Schwenner den wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf perfekt. Wegen Nachtretens sah Wettens Philipp Ferrari (90.+3) noch die Rote Karte. "Das war der erwartete Abstiegskrimi. Zur Schiedsrichterleistung sage ich nichts", war Wettens Trainer Marcel Lemmen glücklich über den Dreier. "Ich habe ein beschissenes Gefühl, wir hätten nicht verlieren müssen, und es ist einfach ärgerlich, dass wir nicht das Remis erreicht haben. Der Schiedsrichter hätte aus meiner Sicht wegen einer Notbremse einem Wettener die Rote Karte zeigen müssen", war DJK-Coach Matthias Treffler noch lange sauer.

BV Sturm Wissel - Concordia Goch 2:1 (0:0). In Hälfte eins vergaben beide Teams etliche Tormöglichkeiten - teils aus Pech, teils aus Unvermögen. Die Gocher benötigen im Kampf um den Klassenerhalt noch jeden Zähler, traten aber laut Wissels Trainer Marco Schacht keineswegs als Punktesammler auf.

Nach dem Seitenwechsel hatte BV-Akteur Lucas Schulz (50.) Pech mit einem Pfostentreffer, und der BV ließ weitere Chancen liegen. Was sich rächen sollte, denn David van Rennings (78.) gelang die Führung der Gäste, die aber nur fünf Minuten anhielt. Lucas Schulz verwandelte einen Foulelfmeter, der laut Schacht nicht berechtigt war. Fast mit dem Schlusspfiff markierte auf Pass von Kevin Deckers Ruben Thul den Endstand.

"In einem schlechten Spiel von uns, war es ein glücklicher Sieg. Unser Torhüter Felix Hartung war unser bester Mann, und die Gocher tun mir leid", sagte Schacht. Sein Gegenüber Stephan Gregor meinte:" Wir haben unglücklich verloren, und der unberechtigte Elfer war unser Genickbruch. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da und auf einem Abstiegsplatz."

Grün-Weiß Vernum - Kevelaerer SV 2:2 (1:2). Im Duell um die Meisterschaft muss der KSV einen Rückschlag hinnehmen. Dabei war das Team von KSV-Coach Ferhat Ökce auf Grund seines Torverhältnisses eigentlich in einer besseren Ausgangsposition, verglichen mit den "Zebras" aus Rindern, die spielfrei hatten. Lange Zeit sah es zwar so aus, als ob die Gäste den knappen Vorsprung ins Ziel bringen würden, doch der Vernumer Gian Luca Antoniazzi brachte seine Farben in der vierten Minute der Nachspielzeit noch einmal zum jubeln. In Halbzeit eins hatte Fabian Smets die Vernumer Führung durch Christoph Dickmans mit einem Doppelpack gedreht. "Wir haben uns gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga einen Punkt verdient, der auch in Ordnung geht", sagte ein sehr zufriedener Sascha Heigl nach Abpfiff. Sein Trainerkollege Ökce vom KSV ärgerte sich über die Vorstellung seiner Elf. "Meine Mannschaft ist heute nicht überragend aufgetreten. Wir hatten zwar den Sieg in der Hand, jedoch hat sich Vernum den Punkt letztendlich mehr als verdient."

SV Straelen II - DJK Grün-Weiß Appeldorn 6:0 (4:0). In einem Spiel, in dem für beide Teams bereits alles entschieden war, bot sich den Zuschauern ein torreicher Sieg des Gastgebers. Bereits zu Halbzeit hatten Tobias Eickmanns, Maxim Dechange (2) und Samir Putschbach für klare Verhältnisse gesorgt. "Wir haben heute gespielt wie ein Absteiger", resümierte ein verärgerter DJK-Trainer Dieter Oldenburg. "Das war kollektives Versagen, und wir waren definitiv so schlecht, wie das Ergebnis aussieht. Kein Spieler hatte Normalform." Nach dem Seitenwechsel erhöhte Maik Hemmers auf 5:0, ehe Kevin Adomeit in der 90. Minute per Strafstoß den 6:0-Endstand herstellte. "Heute waren wir einfach eine Nnummer zu groß für Appeldorn", stellte SVS-Coach Dirk Otten fest. "In dieser Konstellation sind wir in der A-Liga nur schwer zu schlagen."

Alemannia Pfalzdorf - SC Auwel-Holt 1:2 (0:1). "In einer ausgeglichenen Partie haben sich beide Abwehrreihen nicht mit Ruhm bekleckert. Wegen der vielen Torchancen war Holt um das eine Tor besser", analysierte VfB-Trainer Erkens die Partie. Lars Allofs vom SC ordnete das letzte Saisonspiel so ein: "Der Sieg ist verdient, wir hätten die Partie jedoch früher entscheiden können." Fabian Heghmans hatte die Gäste in Führung gebracht. Trotz des Pfalzdorfer Ausgleichs durch Timo Auschner zehn Minuten vor Schluss kam der Tabellendritte noch einmal und markierte durch Timo Ingenlath den 1:2-Endstand.

(niepe)
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