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Ehemaliges Hotel in Erkrath wird Wohngemeinschaft für Senioren

Schildsheider Straße : Hotel wird Wohngemeinschaft für Senioren

Nach aufwändiger Sanierung ist an der Schildsheider Straße jetzt viel Platz für Ältere, die alleine nicht mehr zurecht kommen. Es gibt Wohngemeinschaften für Senioren mit Hilfebedarf oder Menschen mit Demenz, eine Intensivpflege und drei barrierefreie Wohnungen.

Auf reges Interesse stieß der „Tag der offenen Tür“ der Intensiv- und Seniorenpflege

Aidura an der Schildsheider Straße. Auch wenn noch einige Arbeiten im ehemaligen Hotel Tamara zu erledigen sind, war schon erkennbar, wie die beiden Gebäude-Teile – der hintere liegt an der Leibnizstraße – nach dem Komplett-Umbau genutzt werden.

 „Im Erdgeschoss des vorderen Trakts stehen ab Oktober in einer Wohngemeinschaft acht Zimmer für die Betreuung von Intensiv-Bewohnern zur Verfügung,“ erläutert Geschäftsführer Michael Decker beim Rundgang durch die großen, hellen Räume. „Die Hälfte der Zimmer verfügt über ein eigenes Bad, bei den anderen vier liegt es jeweils zwischen zwei Zimmern. Zusätzlich steht noch ein Pflegebad zur Verfügung sowie ein großer Gemeinschaftsraum mit Teeküche und einem Zugang zur angrenzenden Terrasse. Unsere Intensiv-Pfleger arbeiten in Schichten rund um die Uhr“, so der Facharzt für Anästhesie mit Zusatzausbildung zum Intensiv- und Rettungsmediziner.

Auf dem Weg in den hinteren Gebäudeteil an der Leibnizstraße erzählt er, dass Schwalmtal Stammsitz der Aidura GmbH ist, deren Name sich aus dem englischen  „aid“ (Hilfe) und dem lateinischen „curare“ (Pflege) zusammensetzt. Dort betreibt die Gesellschaft ebenfalls eine Einrichtung dieser Art. Viele der dort Beschäftigten waren zum Info-Tag gekommen, um Besucher zu führen und Fragen zur Kosten-Übernahme der Unterbringung durch Kranken- bzw. Pflegekasse zu beantworten.

Im Gebäudeteil an der Leibnizstraße, der durch einen Innenhof mit dem Trakt an der Schildsheider Straße verbunden ist, wird auf drei Etagen je eine Demenz-Wohngemeinschaft untergebracht. Alle verfügen über einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche, in der die Bewohner ihre Mahlzeiten zusammen mit Betreuern zubereiten können/sollen, und wo gemeinschaftlich gegessen wird. In den beiden Einheiten im Erd- und ersten Obergeschoss gibt es acht Zimmer, von denen die Hälfte auch von Menschen bezogen werden könnte, die mit ihrem demenziell veränderten Ehepartner zusammenwohnen möchten. Sie haben dann ein Schlaf- und Wohnzimmer, zwischen denen ein von beiden Räumen zugängiges Bad liegt.

Die Wohngemeinschaft im Dachgeschoss hat Platz für sieben Bewohner. „Wichtig ist es uns, den an Demenz erkrankten Bewohnern verschiedene Aktivitäten wie Ausflüge oder Lieder-, Vorlese- oder Gesellschaftsspiele-Nachmittage anzubieten. Dafür erstellen unsere Betreuer wechselnde Wochenplänen“, berichtet Michael Decker. Er ist überzeugt vom Konzept der Wohngemeinschaft – ein Angebot, das es in Erkrath noch nicht gibt und das eine Alternative zur Pflege in der häuslichen Umgebung oder einem Pflegeheim darstellt.

Dank der „guten und zielführenden Zusammenarbeit mit Jürgen Bast vom Bauaufsichtsamt der Stadt Erkrath und Frau Bretschneider, die im Sozialamt des Kreis Mettmann für Senioren- und Pflegeförderung zuständig ist“, werde das Objekt wie geplant Ende des Monats bezugsfertig sein.