Erkelenz: Die Bahnsteige des Bahnhofs werden erst im September 2019 fertig

Eisenbahnüberführung: Planung läuft 2019 an : Bahnsteige in Erkelenz werden verspätet fertiggestellt

2018 sollten die Bahnsteige des Erkelenzer Bahnhofs verlängert und mit neuen Schutzdächern ausgestattet werden. Das passiert jetzt erst 2019. Dafür geht die Sanierungsplanung der Bahnüberführung an der Mühlenstraße voran.

Die Deutsche Bahn hatte in diesem Jahr die beiden Bahnsteige des Erkelenzer Bahnhofs verlängern und mit neuen Schutzdächern für die Reisenden ausstatten wollen. Die Fertigstellung wurde jetzt auf 2019 verschoben, bestätigte ein Bahnsprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Dafür teilte er mit, dass die Deutsche Bahn im nächsten Jahr damit beginnen will, mit der Stadt Erkelenz die Erneuerung der Bahnüberführung an der Mühlenstraße zu planen.

In diesem Jahr hat die Deutsche Bahn neun Stationen zwischen Mönchengladbach und Aachen saniert, damit dort in zwei Jahren die neuen, längeren Züge des RRX halten können. Erkelenz sollte – wie Hückelhoven-Baal – dazugehören. „Es ist auch damit begonnen worden, den Bahnsteig eins zu verlängern. Und der Bahnsteig zwei sollte ebenfalls schon fertiggestellt sein“, räumte der Bahnsprecher ein. „Dann aber wurden beide Vorhaben aufgrund der Arbeiten an den anderen Bahnhöfen zurückgestellt.“ Aktuell plane die Deutsche Bahn damit, den Bahnsteig eins im März fertigstellen zu können und den Bahnsteig zwei im September nächsten Jahres. „Zeitgleich mit den Arbeiten an diesem Bahnsteig sollen in Erkelenz dann auch die Schutzdächer erneuert werden.“

Zumindest planerisch will die Deutsche Bahn 2019 auch die Eisenbahnüberführung an der Mühlenstraße anpacken. „Die Vorerhebungen – wie Baugrunduntersuchung und Vermessung – sind abgeschlossen, die Planungen sind vergeben“, erklärte der Bahnsprecher auf Anfrage unserer Redaktion und ergänzte: „Wir haben die Erneuerung der Überführung weiterhin für das Jahr 2022 vorgesehen.“ Die Planungen sehen nach seinen Angaben einen Überbau für nur noch zwei Gleise vor, und zwar an derselben Stelle der heutigen Bahnüberführung.

Vor einigen Jahren war vonseiten der Deutschen Bahn und der Stadt Erkelenz noch über eine Alternative nachgedacht worden. Dass die Bahnüberführung an der Mühlenstraße zur Sanierung ansteht, hatte die Stadt im Jahr 2013 von der Bahn erfahren. Daraufhin versuchten beide Seiten, diese Baumaßnahme mit weiteren Projekten im Umfeld – wie der Sanierung der nahen Fußgängerunterführung – zu verknüpfen. Später hieß es dann, die Bahn habe erklärt, dass das mehr als 100 Jahre alte Bauwerk dringend sanierungsbedürftig sei, und es hatte 2015 sogar schon gemeinsame Pläne gegeben, die in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden waren: Eine neue Unterführung mit Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer sollte die Neusser Straße und Anton-Raky-Allee verbinden, dafür sollten der alte, schmale Tunnel und die alte, marode Fußgängerunterführung zur Mühlenstraße aufgeben werden. Kritiker hielten den Plänen damals jedoch entgegen, der neue Tunnel bringe viel zusätzlichen Verkehr in die Innenstadt. Die Bahn solle lieber nur die alte Überführung sanieren.

2016 war das Projekt auf Erkelenzer Seite dann zunächst zurückgestellt worden, bevor die Stadtverwaltung im April 2017 schließlich mitteilte, dass es zu keiner großen Lösung mit einer neuen Unterführung zur Anton-Raky-Allee mehr kommen wird. Begründet wurde das damit, dass es unmöglich erscheine, benötigte Fördermittel akquirieren zu können.

Gemeinsam an der Sanierung planen werden Stadt und Bahn im nächsten Jahr aber dennoch. Dazu erklärte der Bahnsprecher: „2019 sollen nun die Plangenehmigungsunterlagen mit der Stadt Erkelenz abgestimmt und beim Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde eingereicht werden.“

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