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Klimawandel und Rees: Eisbär mahnt am Markt

REES : Eisbär mahnt am Markt

Ein Kunstwerk von Svenja und Thomas Heweling macht auf den Klimawandel aufmerksam. Es steht seit Sonntag auf dem Marktplatz in Rees.

Im Beisein von Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken kam am Sonntag der Haffener Künstler und Gestalter Thomas Heweling mit zwei Skulpturen auf den Marktplatz, mit denen er in den letzten Wochen Aufsehen erregt hat. Ein ausgemergelter Eisbär und ein auf ein Handy starrender Mensch, der eher einem Skelett ähnelt, sind seine Art des Protestes gegen den Klimawandel - und der seiner Cousine Svenja Heweling, mit der er zusammen das Projekt verwirklichte. Die Großplastikerin hat unter anderem schon Motivwagen für das Team von Jacques Tilly beim Düsseldorfer Rosenmontagszug gebaut.

Das Projekt „Eisbär in der Stadt“ hatte Thomas Heweling schon seit längerem im Kopf. „Eigentlich hatte ich vor, den Eisbär während der Kieler Woche über die Kieler Förde treiben zu lassen, aber zeitlich hat das nicht geklappt“, erzählt er. Die Idee ließ ihn nicht los, in der Corona-Zeit konnte er sie mit seiner Cousine umsetzen.

Das Kunstwerk orientiert sich an einem Foto, das einen ausgehungerten Eisbären zeigt, der auf der Suche nach Futter durch eine Stadt streifte. Die Gestalt mit dem Handy steht für den Menschen, der so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dass er nicht mitbekommt, wie die Welt um ihn herum zugrunde geht. Das Besondere an den Figuren: „Sie bestehen im Prinzip aus Papier, sind biologisch abbaubar“, erklärt Heweling, der mit den beiden Skulpturen weiter auf Tournee gehen möchte.

(bal)