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Die Bushaltestelle auf der Bönninghardt ist ein kleines Kunstwerk geworden

Künstlergemeinschaft in Alpen : Treffen am Kunstwerk Bushaltestelle

Bürgermeister Thomas Ahls dankt der Künstlergemeinschaft Alpen fürs gelungene Werk an der Kirche in Bönninghardt. Nachahmer für weitere Wartehäuschen sind willkommen.

Die drei jungen Leute auf dem Bänkchen an der Rückwand der Bushaltestelle vor der Kirche St. Vinzenz auf der Bönninhardt haben am Montagmorgen viel Besuch bekommen. Selbst Bürgermeister Thomas Ahls nahm sich ein halbes Stündchen Zeit, den Unterstand aus Beton zu bestaunen, den die Künstlergemeinschaft Alpen in wenigen Tagen zum freundlich bunten Kunstbau verwandelt hat. Ein echter Sympathieträger, der richtig gut ankommt bei Schülern, Anwohnern und Passanten, so war zu hören.

Die Idee dazu hatte Janine Jakobs, im Rathaus zuständig für Spielplatz- und Schulhofgestaltung, mit ausgeprägtem Sinn für besondere Optik. „Ich war immer wieder begeistert, wenn ich irgendwo bemalte Stromkästen gesehen habe“, erzählte sie. Da habe sie immer ihr Handy herausgeholt und Fotos gemacht. Dabei habe sie gedacht: „So etwas muss es doch auch in Alpen geben.“ Von da an war der Weg nicht mehr weit zur Künstlergemeinschaft, die ihr Atelier im alten Wasserwerk am Mühlenweg hat. Die war gleich Feuer und Flamme für das Projekt und wählte aus mehreren Möglichkeiten die Bushaltestelle in ihrer Nachbarschaft aus. Der Bauhof bereitete den Maluntergrund, die Gemeinde zahlte die Farbe und die Kreativen gingen ans Werk. Weil dort täglich viele Kinder und Jugendliche in den Schulbus steigen, wählten sie ein jugendliches Motiv, junge Leute die freundschaftlich auf der Bank warten. 

 Auch Robin, Noah, Benjamin und Fynn (l.) sind begeistert vom neu gestalteten Wartehäuschen.
Auch Robin, Noah, Benjamin und Fynn (l.) sind begeistert vom neu gestalteten Wartehäuschen. Foto: Fischer, Armin ( arfi )
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Selbst die Seitenwände wurden zur Leinwand: Eine Laterne leuchtet ihr warmes Licht, am Fuß ist ein knallgelbes Skateboard angelehnt. Schön. Das Bild ist inzwischen haltbar gemacht. Der Bauhof hat längst für die Imprägnierung gesorgt, so dass die Farben auch bei widriger Witterung keinen Schaden nehmen. Gut 500 Euro hat die Auffrischung des Wartehäuschens gekostet – alles in allem. Das es die Sache wert war, da waren sich vor Ort alle einig.

Es müsse nicht die letzte Bushaltestelle aus Beton gewesen sein, die in Alpen mit Fantasie, Können und Farbe zum einladenden Treff verwandelt werde, so Janine Jakobs. Nachbarschaften, kunstbegabte Passagiere oder wer immer Lust dazu habe, Farbe auf graue Straßen zu bringen, sei dazu eingeladen und dürfe sich an sie wenden unter Tel. 02802 912635 oder per Mail an [email protected]