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Isselburg: Geukes wird Kandidat der SPD

Isselburg : Geukes wird Kandidat der SPD

Die Isselburger Sozialdemokraten schicken Rudi Geukes ins Rennen um die Bürgermeisterwahl. Der 57-jährige Hauptschullehrer und Vorsitzender des Stadtsportbundes

Das Rätselraten um den Gegenspieler des CDU-Bürgermeisterkandidaten Olaf Roßmüller ist beendet. Rudi Geukes lautet der Vorschlag des SPD-Vorstandes, über dessen Kandidatur die Mitglieder am 6. Januar abstimmen.

Der 57-Jährige ist in Isselburg alles andere als ein Unbekannter. Man kennt den langjährigen Lehrer aus Anholt, der auch im ehrenamtlichen Bereich als Geschäftsführer und Vorsitzender des Stadtsportverbandes seine Spuren hinterlassen hat. "Die Findungskommission hat mit mehreren Kandidaten Gespräche geführt", so Fraktionsvorsitzender Dr. Theodor Beine, doch am Ende sei es "klar auf den Rudi hinausgelaufen".

"Er hat die Klasse", ergänzt der stellvertretende Ortsverbands-Vorsitzende Felix Kleideiter. Das sah am Vorabend auch der komplette Vorstand der SPD Isselburg so, denn von den 15 anwesenden Mitgliedern gab es in geheimer Wahl keine einzige Gegenstimme. "Das macht mich ein wenig stolz", so der designierte Kandidat, der darüber hinaus betont, dass diese große Unterstützung seiner Partei Voraussetzung für die Kandidatur gewesen sei.

Der zweite Anlauf

Für Rudi Geukes ist es nach 2007 der zweite Anlauf auf den Bürgermeisterstuhl. Er sei im Vorfeld von vielen Isselburgern auch über Parteigrenzen hinweg angesprochen worden.

Dabei macht der Anholter keinen Hehl daraus, dass seine Bekanntheit in der Stadt sicherlich vorteilhaft sei. Er spüre ein gewisses Vertrauen in der Bevölkerung, bedingt durch seine langjährigen Tätigkeiten. Seit 2002 ist Geukes Genosse, jedoch sei die SPD schon lange vorher seine politische Heimat gewesen, nicht zuletzt durch den Einfluss des Vaters, der auch Parteimitglied war.

Der Pädagoge mit den Schwerpunkten Mathematik, Geschichte, Erdkunde und Sport ist viele Jahre auch als Vertrauenslehrer an der Verbundschule tätig. Er bezeichnet sich selbst als Teamplayer und sieht seine große Stärken darin, integrativ die Dinge steuern und unterschiedliche Strömungen zusammenführen zu können.

Geukes möchte das "Wir-Gefühl" in der Stadt stärken und die gemeinsamen Interessen von Rat, Verwaltung und Bürgern herausstellen, um Isselburg voran zu bringen. Natürlich sei das Amt eine große Herausforderung, doch traue er sich diese Aufgabe zu. Die Konsolidierung des Haushalts habe Priorität, man dürfe jedoch dabei die Strukturen der Vereine nicht aus den Augen verlieren.

Ob es neben Olaf Roßmüller noch einen weiteren Kandidaten geben werde, wisse er nicht, so Geukes, es sei aber auch nicht seine Aufgabe über andere zu sprechen. Die beiden aktuellen Kontrahenten wohnen übrigens nur rund 200 Meter Luftlinie voneinander entfernt, es gebe jedoch nicht allzu viel Berührungspunkte untereinander.

(RP/jul)