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Saisonabbruch im Fußball nun auch offiziell

Fußball : Saisonabbruch nun auch offiziell

Im Rahmen des außerordentlichen Verbandstages am Mittwoch ist die Saison im Fußballverband Niederrhein abgebrochen worden – Absteiger gibt es nicht. Das sagen die Düsseldorfer Aufsteiger.

Der Konferenzsaal der Sportschule Wedau ist an diesem Mittwochabend nur spärlich besetzt. Auf dem Podium haben sechs Herren in weißen Hemden Platz genommen, höchstens zwanzig weitere Personen befinden sich außerdem im Raum verteilt; darunter Techniker, ein Kameramann, ein Moderator. Die Corona-Pandemie erfordert es. Unter normalen Umständen wären deutlich mehr als einhundert Delegierte anwesend, zu diesem ungewöhnlichen und außerordentlichen Verbandstag des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) sind sie digital zugeschaltet.

Einer der sechs Herren auf dem Podium ist Peter Frymuth, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes und Vorsitzender des FVN. Der 63-Jährige leitet den Verbandstag, auf dessen Beschlüsse die Amateurfußballer am Niederrhein lange gewartet hatten. Überraschungen gibt es am Mittwoch nicht. Die Delegierten stimmen mit großer Mehrheit für den offiziellen Abbruch der Saison und nehmen die Anträge des Verbandspräsidiums zur Wertung der Spielzeit an.

Die Entscheidungen in der Übersicht – und was sie für die Düsseldorfer Klubs bedeuten:


Es gibt nur Aufsteiger. Alle Mannschaften, die seit der vorläufigen Unterbrechung der Saison am 13. März auf einem aufstiegsberechtigten Tabellenplatz – dazu zählen auch die Relegationsränge – stehen, spielen nach der Sommerpause in der nächsthöheren Liga. In den Fällen, in denen dabei nicht dieselbe Anzahl an absolvierten Partien zugrunde liegt, entscheidet die Quotientenregel. Die eingefahrenen Punkte werden dann durch die Summe der gewerteten Spiele geteilt. Zudem steigen alle Herbstmeister auf, wenn sie nicht ohnehin aufstiegsberechtigt sind.


Keine Absteiger. Auch den Antrag des FVN-Präsidiums, dass es in diesem Jahr keine Absteiger gibt, haben die Delegierten angenommen. Aus Düsseldorf profitieren davon in den überregionalen Ligen der DSC 99, der TuS Gerresheim, der SV Wersten 04 und der TV Kalkum-Wittlaer (alle Bezirksliga).

Keine Pokale. Die Pokalwettbewerbe sollen sowohl auf Kreis- als auch auf Verbandsebene vor dem geplanten Beginn der Meisterschaftssaison beendet werden, also vermutlich in der zweiten August-Hälfte.


Unterrath neuer Landesligist. Nach einer bärenstarken Saison erklimmt die SG Unterrath als unumstrittener Spitzenreiter die Landesliga.


Urdenbach neuer Bezirksligist. Als Tabellenführer der Kreisliga steigt der TSV Urdenbach in die Bezirksliga auf. „Wir sind absolut glücklich“, sagt Trainer Mike Kütbach, „zumal gerade dieser Aufstieg von der Kreisliga A in die Bezirksliga immer schwierig ist.“ Dass sein Team nun in der Siebtklassigkeit an den Start gehen dürfe, sei „völlig verdient. „Wir freuen uns und sind sehr gespannt auf das Abenteuer Bezirksliga“, ergänzt Kütbach.


SC West neuer Oberligist. Ein Jahr nach dem dramatischen Abstieg aus der Oberliga sind die Oberkasseler wieder zurück – als Tabellen-Dritter, der eigentlich die Relegation hätte absolvieren dürfen. „Ich denke, dass wir mit hochgehen, ist nur fair“, sagt Trainer Marcel Bastians.