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SC West freut sich über Oberligaaufstieg

Fußball : SC West freut sich auf Oberliga

Die erste Mannschaft des SC West spielte in der Landesliga eine starke Saison, liegt nach 14 Siegen, sieben Remis und nur zwei Niederlagen lediglich drei Punkte hinter dem direkt Aufstiegsplatz. Trotzdem darf die Mannschaft von Trainer Marcel Bastians in der nächsten Saison in der Fußball-Oberliga antreten. „Dass wir mit hochgehen, ist nur fair“, sagt der Coach.

Der SC West steigt nach dem Abbruch der Saison in die Fußball-Oberliga auf. Endgültig fix ist das zwar noch nicht, der Beschluss aber nur noch Formsache. Der Vorschlag des Präsidiums wird am Mittwoch (24. Juni) auf einer außerordentlichen Verbandssitzung offiziell bestätigt.

Die erste Mannschaft des SC West spielte eine starke Saison, liegt nach 14 Siegen, sieben Remis und nur zwei Niederlagen lediglich drei Punkte hinter dem direkt Aufstiegsplatz. Wäre die Saison fortgesetzt worden, hätte das Team von Marcel Bastians also noch alle Chancen auf den direkten Aufstieg gehabt, zumal sie auch noch das Spiel gegen den direkten Konkurrenten hatten. „Ich denke, dass wir mit hochgehen, ist nur fair. Für das direkte Duell gegen den FSV Duisburg hatten wir uns große Chancen ausgerechnet“, sagt Bastians. Jetzt kann seine Mannschaft für die kommende Saison planen. Die könnte ziemlich anspruchsvoll werden. „Die Ligen werden größer, da es in dieser Saison keine Absteiger gibt. Das wird eine richtig harte Saison für alle, denn es werden sechs bis acht Spiele mehr als sonst“, sagt Bastians.

Der Trainer selbst kennt die Oberliga bestens. Als Spieler und Trainer des VfB 03 Hilden war er in der Liga tätig. Seit fünf Jahren ist er jetzt Trainer. „Schon während meiner aktiven Zeit als Spieler war ich häufig Kapitän und Sprachorgan der Mannschaft“, so der 38-Jährige. Er habe zehn Jahre parallel als Co-Trainer ausgeholfen und nebenbei seine Trainer-Lizenzen gemacht. „Es war immer schon mein Ziel, nach meiner aktiven Zeit Trainer zu werden.“

In seinen Traumjob steckt Bastians viel Zeit und Leidenschaft: „Ich arbeite sehr akribisch. Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“. Trainiert wird drei- bis viermal die Woche. Die Vorbereitung dauere etwa eine Stunde pro Training. Dazu kommen dann auch noch Videoanalyse und Betrachtung des Gegners.

Hauptberuflich arbeitet Bastians im Marketingbereich einer Firma für orthopädische Hilfsmittel. In seiner wenigen Freizeit genießt er die Zeit mit seiner Freundin und seinen Freunden. Dabei achtet er darauf, dass sein eigener Sport nicht zu kurz kommt. Schon von klein auf habe ich eine große Leidenschaft für den Sport“, so Bastians.

Leidenschaft gehört auch zu seiner Philosophie als Trainer. Für ihn sei es wichtig, die Ziele gemeinsam als Team zu erreichen. „Das Allerwichtigste ist für mich, dass man respektvoll miteinander umgeht und man auf Augenhöhe zu den Spielern spricht“, erzählt er.

Bastians hat auch eine klare Vorstellung, wie seine Mannschaft Fußball spielen soll: „Ich möchte, dass meine Teams so viel wie möglich spielerisch lösen. Wir wollen im Vertikalspiel zügig nach vorne kommen und dort gewisse Räume bespielen“. Jedes Spiel sei aber eine neue Situation: „Wenn wir favorisiert ins Spiel gehen, möchte ich schon, dass wir mehr Ballbesitz haben. Gegen stärkere Gegner spielen wir aber auch aus einer kompakten Abwehr mit schnellem Umschaltspiel.“

Gerne schaut Bastians auch den besten Trainern der Welt zu, wie sie ihre Teams einstellen. Besonders beeindrucken ihn Jürgen Klopp und Pep Guardiola: „Klopp hat eine außergewöhnliche Persönlichkeit. An Guardiola beeindrucken mich seine taktischen Anweisungen und wie akribisch er arbeitet. Natürlich versucht man sich da Sachen abzugucken“.

In der kommenden Saison kann Bastians sein Wissen nutzen, um sein Team für die schwierigen Aufgaben in der Oberliga einzustellen.