Beach-Volleyball : Borger/Müller Erste der Beachliga

Die Düsseldorfer Volleyballerinnen Karla Borgers und Svenja Müller (beide DJK TuSA 06) haben zwölf der 14 Hinrundenspiele der Beachliga gewonnen. Dabei starten weder Borger noch Müller mit ihren angestammten Spielpartnerinnen in die Premierensaison der Beachliga, die auf den Plätzen im Arena-Sportpark gespielt wird.

Karla Borgers und Svenja Müller (beide DJK TuSA 06) sind die „Herbstmeisterinnen“ der Beachliga. Von den 14 Matches der Hinrunde haben die beiden Düsseldorferinnen zwölf gewonnen und liegen damit mit 24 Punkten zwei Zähler vor dem Perspektiv-Nationaltam Leoni Körtzinger/Sarah Schneider.

Dabei starten weder Borger noch Müller mit ihren angestammten Spielpartnerinnen in die Premierensaison der Beachliga, die auf den Plätzen im Arena-Sportpark gespielt wird. Normalerweise ist Borger mit Julia Sude unterwegs und sie haben die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio im Blick. Weil aber die Spiele coronabedingt um ein Jahr verschoben wurden, legt Sude einen konzentrierten Zwischenspurt in ihrem Studium ein. Da blieb keine Zeit für die Beachliga. Also griff die 32-jährige Borger zum Telefon und fragte die amtierende deutsche U19-Meisterin Müller, ob sie für die Beachliga in Düsseldorf an ihrer Seite spielen wolle. Müller wollte. „Wir haben vor dem Turnier sechsmal miteinander trainiert“, verrät Müller. „Taktisch kann ich von Karla noch viel lernen. Sie hat auch den viel besseren Überblick über das Spiel. In den Auszeiten gibt sie die richtigen Tipps.“

Das ungleiche Duo, Borger ist auf der Worldtour bereits in die Top-Ten der besten Abwehrspielerinnen gewählt worden, harmoniert bestens. Und doch haben sie gegen Kim Behrens/Cinja Tillmann und Melanie Gernert/Sarah Schulz jeweils eine Niederlage kassiert. Normal, wie Beachliga-Mitinitiator Alexander Walkenhorst (TuSA 06) denkt. „Ich glaube nicht, dass es irgendeine Mannschaft im Feld gibt, die nach 14 Spielen noch ohne Niederlage ist“, so Walkenhorst vor dem Start der Männerserie. „Aber ich bin davon überzeugt, dass die Tabelle nach jeweils 28 Matches nicht lügt und sich die jeweils vier besten Mannschaften bei den Frauen und Männern für die Final Fours qualifizieren werden.“

Walkenhorst denkt auch, dass er mit seinem Vereinskamerad Sven Winter dazu gehören wird. Begonnen haben die TuSAner jedenfalls überzeugend. Drei Siege spielten Walkenhorst/Winter in ihren ersten drei Partien ein. Manuel Harms/Richard Peemüller, Jonathan Erdmann/Theo Timmermann sowie Georg und Peter Wolf wurden bezwungen. Dabei waren Walkenhorst Winter nicht immer mit ihrer Leitung zufrieden. „Manchmal haben wir gefühlt mehr Punkte für den Gegner gemacht als für uns“, beklagt Walkenhorst. „Wenn man sich zwei, drei Minuten nicht konzentriert, verliert man so einen Satz.“

Richtig zufrieden war auch Winter nicht. Erst als Borger und Walkenhorst ihm ein Geburtstagständchen brachten, hellte sich seine Miene auf. Winter wurde am Sonntag 22 Jahre alt.

Die nationale Beachvolleyball-Elite der Herren spielt ihre Beachliga-Vorrunde täglich ab zwölf Uhr noch bis zum 26. Juni. Anschließend wird sieben Tage lang die Rückrunde der Damen ausgespielt. Wegen des Hygienekonzeptes sind Zuschauer vor Ort verboten. Die Spiel können aber live im Stream (www.twitch.tv/diebeachliga) verfolgt werden.