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Dormagen: Ein Gymnasium soll schließen

Dormagen : Ein Gymnasium soll schließen

Die Gutachter des Bochumer Büros Komplan schlagen die Errichtung einer Sekundarschule sowie einer zweiten Gesamtschule vor. Dafür soll ein Gymnasium schließen. Präferiert wird das Leibniz-Gymnasium in Hackenbroich.

Die Schullandschaft in Dormagen steht vor einer gravierenden Veränderung: Von der Stadt beauftragte Schulexperten aus Bochum haben gestern ein Gutachten vorgelegt. Darin empfehlen sie, entweder am Schulzentrum Hackenbroich eine Gesamtschule in Kombination mit einer Sekundarschule in der Stadtmitte einzurichten, oder das Bettina-von-Arnim-Gymnasium und die Realschule am Sportpark zugunsten einer zweiten Gesamtschule aufzugeben.

Foto: Jazyk, Hans

"Die Gesamtschule Nievenheim ist die einzige Schule, die dauerhaft die meisten Schüler abweisen muss", erklärte Gutachter Tilman Bieber den Bedarf für eine zweite Gesamtschule.

Foto: Jazyk, Hans

Die Variante, in Hackenbroich anstelle des Leibniz-Gymnasiums und der Realschule eine zweite Gesamtschule zu errichten und parallel in der Stadtmitte eine neue Sekundarschule einzuführen (die die Realschule am Sportpark beinhaltet), bezeichneten die beiden Gutachter als "konsequenteste und nachhaltigste Lösung". So sehen die vier Varianten aus:

1. "Errichtung einer Sekundarschule am Standort Stadtmitte."

Die Minimallösung: Die fünfzügige Sekundarschule bezieht die Gmeiner-Hauptschule und die Realschule am Sportpark ein.

2. "Errichtung einer Gesamtschule am Standort Stadtmitte."

a) Eine neue Gesamtschule unter Einbeziehung der Gmeiner-Hauptschule und der Realschule bei Fortführung des BvA-Gymnasiums.

b) Eine neue, achtzügige Gesamtschule unter Einbeziehung von Haupt- und Realschule sowie des BvA-Gymnasiums.

3. "Errichtung einer Gesamtschule am Standort Hackenbroich."

Leibniz-Gymnasium und Realschule gehen in der neuen, bis zu siebenzügigen Gesamtschule auf. Die Realschule am Sportpark und das BvA bleiben erhalten.

4. "Errichtung einer Sekundarschule am Standort Stadtmitte und einer Gesamtschule am Standort Hackenbroich." Die tiefgreifendste Variante. Leibniz-Gymnasium und Realschule gehen in eine neue Gesamtschule Hackenbroich auf. In der Stadtmitte entsteht eine neue bis zu fünfzügige Sekundarschule; das BvA bleibt erhalten.

Die Vorschläge der Gutachter basieren auf der demografischen Entwicklung, wonach die Zahl der Grundschüler von aktuell 562 auf 489 im Jahr 2020 sinken werden. Mittel- bis langfristig sei nur noch ein Bedarf für 17 bis 18 Eingangsklassen an den weiterführenden Schulen vorhanden — gegenwärtig sind es 21. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann (CDU) ist für eine eine "konsequente und nachhaltige Lösung". Die Variante vier sei ein "gangbarer und zu bevorzugender Weg". Durch den Wegfall der Realschule am Sportpark ständen Gebäude sowie Areal für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung. "und wir könnten somit das Zentrum stärken".

(NGZ/rl)