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Dormagen: Bürgerhaus: Abriss für neues Kreisarchiv

Dormagen : Bürgerhaus: Abriss für neues Kreisarchiv

Für das wegen seines äußeren Erscheinungsbildes ungeliebte Bürgerhaus Zons scheint sich eine Lösung abzuzeichnen.

Da das im Schloss Friedestrom untergebrachte Kreisarchiv in den nächsten Jahren mehr Platz benötigt, gibt es Pläne, das benachbarte Bürgerhaus abzureißen und einen Neubau zu errichten. Das bestätigte Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes auf Anfrage der NGZ: "In den nächsten fünf Jahren stoßen wir mit dem Archiv in Zons an unsere Kapazitätsgrenzen, so dass wir zurzeit nach Lösungen suchen."

Benötigt wird vor allem Lagerraum, wie Kreisarchivar Stephen Schröder erläutert: "Wir sind zuständig für die archivwürdigen Dokumente des Rhein-Kreises und der Stadt Dormagen, da brauchen wir bald mehr Magazin-Raum."

"Ein Umbau des Bürgerhauses Zons kommt wohl nicht in Betracht", erklärt Dezernent Lonnes, daher arbeiten Rhein-Kreis, Stadt Dormagen und die SVGD, der das Bürgerhaus gehört, zurzeit an einer Gesamtkonzeption, die noch vor Herbst fertig sein soll: "Wir betrachten alles von städteplanerischen Gesichtspunkten über den Denkmalschutz und die Finanzierung bis zum Problem des Parkens."

Die Stadt Dormagen hat ein starkes Interesse daran, das Gelände mit dem "Betonklotz" aus den 70er Jahren zu sanieren, wie Stadtpressesprecher Harald Schlimgen erklärt: "Ein Neubau wäre die beste Lösung." Für die bisher im Bürgerhaus Zons beheimateten Vereine soll es adäquate Ausweichquartiere geben. Das hofft auch Lisa Krumbein, die Geschäftsführerin der Märchenspiele Zons: "Ich mache mir große Sorgen, dass wir den ehemaligen Ratssaal räumen müssen", sagt sie. Denn dort lagert der gesamte Fundus an mehr als 2000 Kostümen und Requisiten.

Ersten Überlegungen zufolge soll der Platzcharakter gestärkt werden, vielleicht sogar in Anlehnung an den historischen Klostergarten. Wie CDU-Fraktionsvorsitzender und SVGD-Aufsichtsrat Wiljo Wimmer beim CDU-Forum Zons sagte, wird die Möglichkeit geprüft, ausreichend Parkplätze für Zonser und Besucher vorzuhalten, auch wenn einige Parkplätze dadurch wegfielen: "Eventuell ist die Tiefgarage um eine Ebene nach unten zu erweitern." Dann könnte es auch eine andere Zufahrt zur Garage geben.

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