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Dormagen: Hier reißt die Stadt Straßen auf

Dormagen : Hier reißt die Stadt Straßen auf

Die Stadt wird im Sommer eine ganze Reihe von Straßenarbeiten vornehmen lassen: Von der Komplettsanierung bis zur neuen Asphaltdecke. Die größe Maßnahme betrifft die von tiefen Spurrinnen zerfressene Alte Heerstraße.

Die Autofahrer müssen sich im Sommer auf einige Baustellen in der Stadt einstellen. Denn die Verwaltung nutzt die Ferienzeit, um dringend notwendige Straßenarbeiten vorzunehmen. Das größte Projekt: die Alte Heerstraße. Die wichtige innerstädtische Verbindungsstraße wird für rund 500 000 Euro mit großem Aufwand saniert. Trotzdem wird Dormagen nicht zu einem Leidensweg mit Dauerbaustellen und Umleitungs-Wirrwarr.

Große Urlaubsstimmung kommt im Juli und August bei den Straßenbauarbeitern kaum auf. Sie müssen ran, weil die Kommune etliche Aufträge vergibt: Die reichen von Asphaltarbeiten im Rahmen des Deckenerneuerungsprogramms über grundlegende Sanierungen bis hin zum Bau von neuen Straßen in Baugebieten. Die größte und teuerste Maßnahme ist die Komplettsanierung der Alten Heerstraße. Sie ist in der Stadt eine der wichtigsten Verkehrsadern, verbindet sie doch die Autobahn 57 direkt mit dem Tor 14 des Chemparks. "Gerade wegen der starken Nutzung durch den Lkw-Verkehr ist der Zustand mittlerweile auch so schlecht", sagt Thomas Gruteser, Bereichsleiter Straßenbaum der Technischen Betriebe. Tiefe Spurrinnen machen das Autofahren dort zu keinem Vergnügen. Rund acht Zentimeter tief wird der Belag dort entfernt, neue Schichten neun bis zehn Zentimeter stark aufgetragen. Mit Beginn der Sommerferien soll es losgehen. Die Arbeiten dauern, schätzt Gruteser, "gut fünf Wochen". In dieser Zeit werden die Auto- und Lkw-Fahrer über die Franz-Gerstner-Straße umgeleitet.

Daneben sind es noch eine ganze Reihe von kleineren Maßnahmen in den Ortsteilen und in der Stadtmitte vorgesehen. Aufträge dazu sind schon erteilt, bei anderen werden sie gerade ausgeschrieben. Und dann heißt es abwarten. "Bei Aufträgen so um die hunderttausend Euro sind die Baufirmen zurzeit gut ausgelastet", sagt Gruteser. "Da müssen wir abwarten, welche und wie viele Angebote wir überhaupt bekommen." Das bestätigt Markus Rohm. Der Prokurist des Tiefbauunternehmens Hartmann in Nievenheim kennt die Probleme: "Besser kämen die Ausschreibungen im Winter, dann haben wir mehr Zeit. Oft kommen die Aufträge zu kurzfristig", sagt er. Und: "Natürlich haben wir im Sommer auch mit den Urlauben unserer Mitarbeiter zu kämpfen. Das bedeutet dann Mehrarbeit für die anderen, auch an Samstagen", so Rohm.

Bei der Stadt ist man zuversichtlich, die Projekte planmäßig abwickeln zu können. Zumal im Herbst gleich die nächsten anstehen: So der Ausbau des Straßen- und Stichstraßennetzes im Baugebiet Gansdahl in Delhoven. "Die Leute warten dort auf vernünftige Straßen."

(NGZ)