1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Stadt setzt auf junge Familien

Dormagen : Stadt setzt auf junge Familien

Die erste Zukunftswerkstatt der Stadt zum Thema Wohnen setzt ein Signal zur Mitarbeit: Mit Strategien soll Dormagen attraktiver werden, um so mehr junge Familien anzulocken. Weitere Workshops folgen.

Die Bevölkerung wird immer älter, auch für Dormagen rechnet die Stadtverwaltung mit einem Anstieg der über 80-Jährigen in den nächsten 13 Jahren von 2801 auf 5108 Einwohner. Um nicht zu vergreisen, sollen in mehreren Zukunftswerkstätten der Stadt die Bürger mithelfen, Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Am Montagabend war der Auftakt zum Thema "Attraktives Wohnen". Zukunftswerkstätten Mit den Treffen zu den Themen Wohnen, Wirtschaft & Arbeitsplatz, Bildung & Schule und Sport & Freizeit sollen jeweils Fachleute und Bürger über geeignete Maßnahmen diskutieren.

"Wir hoffen, dadurch einen Handlungsrahmen zu finden, der von einem Großteil der Öffentlichkeit akzeptiert wird", sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Denn in angespannter Haushaltslage seien nicht alle Ideen umzusetzen. Auch im Zusammenspiel mit der "Lokalen Allianz" sollen Lösungsansätze gegen eine Überalterung gefunden werden. Beteiligung Bei den Workshops, die sich bis 2013 hinziehen, können sich alle Dormagener mit Vorschlägen beteiligen: "Jeder ist dabei willkommen", erläutert Hoffmann.

Am Montagabend erarbeiten 125 Dormagener in der Stadtbibliothek engagiert ihre Sicht auf ein attraktives Wohnumfeld. Dabei stellte sich heraus, dass bei einer nicht-repräsentativen Umfrage Stadtteile wie Dormagen-Mitte, Delhoven und Zons weitaus beliebter als Wohnorte angesehen werden als St. Peter, Hackenbroich und Gohr. Die Gründe sind vielfältig: Einkaufsmöglichkeiten, Wohnen im Grünen oder großer Verkehrslärm und wenig Infrastruktur. Image verbessern Zwischen den Großstädten Köln und Düsseldorf gelegen, kann Dormagen neue Einwohner anziehen, die in den umliegenden Städten arbeiten.

Dafür müsse die Stadt jedoch mehr Außenwerbung betreiben, lautete eine Forderung der Zukunftswerkstatt. Wohnflächen schaffen Geeigneter Wohnraum für junge Familien zu schaffen, ist eine der Hauptforderung. "Dabei geht es um variable Lösungen, bei der die Wohnung oder das Haus flexibel nach den Anforderungen einer Familie mit mehreren Generationen umgestaltet werden kann", erläutert Architekt Markus Schmale. Gewerbegebiete ausweisen Um auch als Standort für Unternehmen attraktiv zu sein, sucht die Stadt nach neuen Gewerbegebieten.

U3-Betreuung ausbauen Zu den Sofort-Maßnahmen, die die Stadt ergreifen kann, zählt eine generelle Attraktivitäts-Steigerung für junge Familien durch einen weiteren Ausbau der U3-Betreuung.

(NGZ/rl)