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Realschule wird jetzt Stück für Stück kleiner

Zügig gehen die Arbeiten voran : Realschule wird jetzt Stück für Stück kleiner

Bereits seit drei Wochen läuft der Abriss der alten Schule. Bis September werden Arbeiten andauern. Wenn’s der Keller erreicht wird, kommt der Hammer zum Einsatz: Dann wird’s lauter.

Der 22 Meter lange „Longfront-Bagger“ wartet noch auf seinen großen Auftritt: Statt Abrissbirne kommt nämlich er zum Einsatz, wenn das vierstöckige Realschulgebäude in den nächsten Tagen stockwerkweise abgetragen wird. Eine Sprengung hätte ihm zwar Spaß gemacht, gesteht Projektleiter Thorsten Blasse von der Firma Linkamp grinsend, „aber dafür ist das Gebäude dann doch zu klein.“ Jetzt sorgen eben Betonscheren dafür, dass die alte Realschule Stück für Stück fällt.

Vor drei Wochen haben die Abriss-Arbeiten an der Rot-Kreuz-Straße begonnen (wir berichteten). Vom Ernebau sind sogar schon die Fundamente weg, die alte Aula ist ebenfalls bereits abgerissen. Jetzt geht’s an den dahinter liegenden Gebäudekomplex, aus dem in den vergangenen Wochen bereits das belastete Material komplett entfernt wurde. Insgesamt 750 Tonnen Beton und 2250 Tonnen Bauschutt werden nach Ende der Arbeiten zusammenkommen. Wobei der alte Beton sogar weiter genutzt wird: „Wir nutzen das Recyclingmaterial als Unterbau für das neue Gebäude“, verrät Projektleiterin Sonja Amend vom Gebäudemanagement der Stadt.

 Chiara Wipperfeld, Marion Lück, Sonja Amend, Thorsten Blasse und Hartwig Schüngel (von links) begutachten die Baustelle.
Chiara Wipperfeld, Marion Lück, Sonja Amend, Thorsten Blasse und Hartwig Schüngel (von links) begutachten die Baustelle. Foto: Kathrin Kellermann
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Auch Eisen und Stahl wird recycelt, Gips und Styropor wird aussortiert und auf Deponien entsorgt, erklärt Hartwig Schüngel, Leiter des Gebäudemanagements. „Die Abrissarbeiten laufen super“, sagt er. Aktuell sei man sogar schneller, als der angedachte Zeitplan. „Wir hatten mit Oktober gerechnet, aber wahrscheinlich sind wir bereits im September fertig mit den Abrissarbeiten“, so Schüngel. Bis dahin werden weiter Pläne für den Neubau einer Schule geschmiedet und vor allem darüber diskutiert, welche Schulform das letztendlich sein wird. Die neuen Anmeldezahlen für die Sekundarschule hatten zuletzt für Zweifel gesorgt, ob diese Schulform weiter für die Stadt geeignet ist. „Wir haben natürlich großes Interesse daran, zeitnah eine Lösung zu finden“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück.

Bis dahin läuft der Abriss  weiter. An einem Zeitpunkt werde es etwas lauter, kündigt Thorsten Blasse an“ „Den Keller können wir nur mit einem Hydraulikhammer abreißen.“