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BvA-Gymnasium Dormagen: Erster Elternaustausch" mit Israel

BvA-Gymnasium Dormagen : Erster „Elternaustausch“ mit Israel

Dormagener Eltern von BvA-Schülern waren zu Gast bei israelischen Gasteltern in Kiryat Ono. Die Premiere des Projektes zur Vertiefung der Städtepartnerschaft war ein Erfolg.

Schüleraustausch steht zum Glück ganz oben auf der Wunschliste vieler Jugendlicher. Denn durch die Begegnung mit Gleichaltrigen anderer Nationen werden nicht nur andere Länder und Kulturen kennengelernt, sondern oft Freundschaften geschlossen. Gerade Städtepartnerschaften leben durch diese Begegnungen, die Interesse und Verständnis wecken. „Was bei Jugendlichen funktioniert, trifft auch auf Erwachsene zu“, dieses Fazit zieht Friedhelm Bongartz nach dem ersten „Elternaustausch Dormagen – Kiryat Ono“ des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums, den der Lehrer und Initiator begleitete. Statt der normalerweise aus 15 Schülern bestehenden Reisegruppe flogen 14 Eltern für knapp vier Tage nach Israel, um in Familien von Dormagens Partnerstadt Kiryat Ono aufgenommen zu werden.

Seine Beobachtungen: „Die in den Vorbereitungsmonaten zuweilen noch geäußerte Skepsis, ob denn das, was Jugendliche am Schüleraustausch immer wieder begeistert, auch unter Erwachsenen funktioniert, wandelte sich innerhalb weniger Minuten nach der Ankunft in Kiryat Ono in eine sehr intensive Begegnung, die von allen Beteiligten als absolut gelungen bewertet wurde.“ Für nächstes Jahr wünschen sich die Eltern ein Wiedersehen – alle stellen die „unglaubliche Herzlichkeit und Offenheit der Gastgeber“ heraus.

Das Programm war fast genauso wie das der Schüleraustausche: gemeinsames Leben in den Familien, Feiern des Sabbat-Beginns, Bowlingspielen – sogar Kiryat Onos Bürgermeister Israel Gal spielte mit –, Kennenlernen der Ben-Zvi-Highschool, Erkunden der Städte Tel Aviv und Jerusalem, inklusive der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, und ein „family day“ mit Unternehmungen mit der Gastfamilie. „Aber das Besondere lag darin, dass sich hier Erwachsene füreinander Zeit nahmen, die israelischen Eltern alle Unternehmungen und Ausflüge zusammen mit ihren Dormagener Gästen machten und ihnen so Leben, Kultur, Religion und Politik lebendig und erfahrbar machten“, lobt Bongartz das Engagement.

Über die „unglaublich schöne und bereichernde Reise in ein wahnsinnig interessantes Land“ erklärt Teilnehmerin Silke Große: „Ich fand es unglaublich schön zu erleben, mit welcher Offenheit und Gastfreundschaft wir aufgenommen wurden, und wie begeistert alle bezüglich des Austauschs waren“, weist sie auf Nitsa Wasser, die bei der Stadtverwaltung Kiryat Ono für internationale Beziehung und die Pflege der Städtepartnerschaften zuständig ist, Zipi, die Schulleiterin der Ben Zvi Highschool, die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer und nicht zuletzt die Eltern, die sie in ihre Wohnungen aufnahmen. Auch der Alltag faszinierte die Dormagener und die Möglichkeit zum intensiven Gespräch über „Gott und die Welt“. Für Carole-Christine Meyer war es besonders interessant, den privaten Austausch über die politische Lage Israels und wie die Menschen tagtäglich damit umgehen, mit zu erleben. Sie ergänzt: „Solche Eindrücke bekommt man als ‚normaler Tourist‘ nicht.“