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Dormagen-Hackenbroich: Rewe muss für Waldabholzen Ausgleich schaffen

Lebensmittelmarkt in Hackenbroich : Rewe muss für Waldabholzen Ausgleich schaffen

Neuer Vollsortimenter für Hackenbroich genehmigt.

Ein weiterer großer Lebensmittelmarkt kommt nach Hackenbroich. Das Vorhaben von Rewe, im Bereich der Salm-Reifferscheidt-Allee/Roggendorfer Straße einen Vollsortimenter zu etablieren, stieß bei den zuständigen Planung- und Umweltausschuss-Mitgliedern auf keine allzu große Bedenken. Schon gar nicht die dafür notwendige Abholzung eines kleinen Wäldchens – weil dafür der Investor einen Ausgleich schaffen muss. Wahrscheinlich  an  der K 18 in der Verlängerung des dortigen Holzwegs.

Kritisch angesprochen wurde vielmehr die Frage der Notwendigkeit. „Produzieren wir damit nicht noch mehr Leerstand?“ fragte Martin Pehé von den Grünen, der auf die nahe liegenden Netto- und Aldi-Märkte und die Probleme des Ladenzentrums ansprach. Auch Markus Roßdeutscher fragte: „Gibt es tatsächlichen Bedarf?“ Der wurde von einem Referenten angesichts des aktuellen Einzelhandelsgutachtens bestätigt.

Mit Blick auf den Grünbereich wird es ein wenig kompliziert. Denn die benötigte Fläche ist bereits eine Ausgleichsfläche für ein anderes, längst realisiertes Vorhaben. So muss der Investor nun „einen Ausgleich für einen Ausgleich schaffen“, wie es Robert Ullrich, Leiter des Stadtplanungsamtes, formulierte. Das werde auch ein größerer Ausgleich als sonst üblich sein. An der K 18 liege eine Streuobstwiese nd daneben, noch vor dem folgenden Wald gebe es noch eine Lücke, mit deren Schließung ein Biotopverbund erreicht werden könne. Der planungsrechtlich verpflichtende Ausgleich müsse, so Ullrich, „spätestens zwei Jahre nach Fertigstellung des Lebensmittelmarktes, bepflanzt sein“. Die Rede ist von einer 4500 Quadratmeter großen Ausgleichsfläche.

Rund 1200 Quadratmeter wird die Verkaufsfläche des Vollsortimenters betragen. Im Außenbereich sind 77 Parkplätze vorgesehen, die Zufahrt soll über die Salm-Reifferscheidt-Allee erfolgen. Beabsichtigt ist die Errichtung eines eingeschossigen Hallengebäudes in einer Höhe von ca. neun Metern und einer Kantenlänge von 54 x 38 Meter.

(schum)