Dormagener BvA-Schüler kehrten mit neuen Eindrücken aus Israel zurück

BvA-Gymnasium Dormagen: BvA-Schüler lernen Israel besser kennen

Mit vielen Eindrücken von Land, Leuten und vor allem der Gastfreundschaft sind 16 Dormagener Schüler des BvA-Gymnasiums nun von einem Austauschaufenthalt in der Partnerstadt Kiryat Ono zurückgekehrt.

Einen eigenen Eindruck vom viel beschriebenen Land Israel, seiner Geschichte und seiner Bewohner machten sich jetzt 16 Schüler der Q1 des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums auf einer Austauschfahrt nach Kiryat Ono. In der Dormagener Partnerstadt waren sie Gäste an der Ben-Zvi-Highschool – bereits zum vierten Mal fand dieser Austausch statt, den neben den beiden Lehrerinnen Bärbel Zettner und Stefanie Hecke auch Uwe Schunder, Vorsitzender des Partnerschaftsvereines Dormagen-Kiryat Ono, begleitete.

Der Eindruck der Schüler von Israel war von der Herzlichkeit ihrer Gastgeber geprägt: „Das BvA zu Gast bei Freunden“, so lautete dann auch die Überschrift, unter die sie ihre Erlebnisse gestellt hatten – mit dem Zusatz: „Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen…“ Wie Lehrerin Stefanie Hecke berichtete, „entstand schnell eine vertrauensvolle und entspannte Atmosphäre, in der gelacht und sich geneckt wurde“.

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Gemeinsam wurde viel besichtigt, so bereits am ersten Abend die zu Tel Aviv gehörende alte arabische Hafenstadt Jaffa. In Tel Aviv führten die israelischen Schüler ihre Gäste mit interessanten Geschichten entlang des 2018 eröffneten „Independence Trail“ in die Geschichte der Staatsgründung Israels ein. Die Unruhen am Gazastreifen, die deutsche Nachrichten von den „schlimmsten Kämpfen am Gazastreifen seit 2014“ berichten ließen, sorgten für besorgte Anfragen aus Dormagen. „Das führte uns die Diskrepanz unseres eigenen Erlebens und der deutschen Berichterstattung erneut vor Augen“, so die Lehrerin: Zerbombte Häuser, ein besorgt dreinblickender Korrespondent, der eine Eskalation des Konflikts voraussagte – selbst hatten die Dormagener gesellige Treffen und wunderbare Tage voller schöner Begegnungen und Eindrücke erlebt. „Wir hingegen fühlten uns zu keiner Zeit bedroht – unsere Israelis wussten die Situation routiniert einzuschätzen – und waren eher besorgt ob des kommenden Regens, der unser Programm für die nächsten Tage durcheinanderwirbelte“, so Stefanie Hecke. Denn der seltene Regen kann in Israel zu gefährlichen Unterspülungen und Flutwellen führen. Daher zogen die Dormagener den See Genezareth mit dem Schwerpunkt auf biblischen Erzählungen vor.

In drei Stunden intensiver Führung durch das Museum der Gedenkstätte der Opfer von Yad Vashem wurde für viele Schüler Wissen aus Geschichtsbüchern lebendig. „Die Architektur des Gebäudes, die den Besucher zwingt, dem Grauen ins Gesicht zu sehen. Das hinterließ sichtliche Spuren“, erklärte Hecke. Auch die Tour durch die Jerusalemer Altstadt, vom Jaffa-Tor zur Grabeskirche, durchs muslimische zum jüdischen Viertel und der Klagemauer ließ die Eindrücke auf die Schüler nur so einprasseln. „Die trubelige Atmosphäre und das Gedränge in der Grabeskirche, die Gassen, in denen sich auf engstem Raum Juden, Muslime und Christen begegnen, verfehlten ihre Wirkung nicht und ließen den Tag in Jerusalem als vollständigen Kontrast zum ersten Tag in Tel Aviv werden“, so Hecke. Es ging auch in die unglaubliche Weite der Wüste, in den Nationalpark Masada und ans Tote Meer. Begeistert vom Programm, bereiten die Schüler nun den Gegenbesuch vor.

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